Umweltbundesamt: Erste radioaktive Partikel erreichen Mitteleuropa

Halle - In Japan ist die Strahlung auch außerhalb der Evakuierungszone teilweise um das Hundertfache erhöht. Am Mittwoch sollen nun erste radioaktive Partikel auch Europa erreichen.

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Auch außerhalb der Sicherheitszone um das Atom-Wrack in Fukushima ist nach Schätzungen der Regierung stark erhöhte radioaktive Strahlung aufgetreten. An manchen Orten, die weiter als 30 Kilometer von dem Kraftwerk entfernt seien, habe die Strahlung zeitweise womöglich bei mehr als 100 Millisievert pro Stunde gelegen, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwoch. Die natürliche Hintergrundstrahlung liegt bei etwa 2 Millisievert pro Jahr.

Es bestehe allerdings kein Grund, die Evakuierungszone von 20 Kilometern um das Kraftwerk auszuweiten, sagte Edano. Besorgte Anwohner sollten die Fenster geschlossen halten. Die Strahlung ändere sich ständig mit dem Wind. Es sei sehr schwer, genau zu messen, wie sich die Radioaktivität vom havarierten Kraftwerk ausbreite.

Radioaktive Partikel erreichen Europa

Luftströmungen mit radioaktiven Partikeln aus Japan sollen am Mittwoch Mitteleuropa erreichen. Man könne die sehr schwache Radioaktivität allerdings nur mit aufwendigen Methoden nachweisen, betonte der Leiter der Umweltbundesamt-Messstation Schauinsland, Erich Wirth, im Programm von MDR Info.

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Wichtig sei, “dass die Aktivität sehr, sehr niedrig sein wird“, betonte Wirth. Man erwarte Werte im Bereich von Hunderttausendstel Becquerel pro Kubikmeter Luft. Die gewöhnliche Strahlenbelastung von 70 Nanosievert pro Stunde werde “davon praktisch nicht beeinflusst“. Zuletzt hätten Wissenschaftler den Weg der Partikel über die USA und Island nach Mitteleuropa verfolgen können.

Auch langfristig gehe man davon aus, dass die Belastung sehr niedrig bleiben werde: “Das hängt damit zusammen, dass die Entfernungen sehr weit sind“, sagte Wirth. Es könne aber sein, dass die Aktivität über einen längeren Zeitraum hinweg gemessen werden könne.

dpa

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