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Russischer TV-Moderator droht Deutschland mit Invasion

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Von: Tobias Utz

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Die Drohung in Richtung Deutschland ist nicht der erste skandalöse Auftritt des russischen TV-Moderators Wladimir Solowjow.

Frankfurt/Moskau – Seitdem der Ukraine-Konflikt Ende Februar mit dem Einmarsch Russlands eine neue Stufe der Eskalation erreicht hat, tobt auch im russischen Staatsfernsehen eine neue Form des Informationskriegs. In vorderster TV-Front kämpft dabei Wladimir Rudolfowitsch Solowjow, Fernsehmoderator bei Russia 1 – auch als Wladimir Putins Sprachrohr bekannt. Solowjow fiel kürzlich auf, als er vor einem „Nuklear-Krieg“ warnte, den „nur Mutanten überleben.“

Neues Beispiel von Solowjows Propaganda wurde von einem Journalisten der BBC auf Twitter dokumentiert. Darin empört er sich über Kultusministerin Claudia Roth von den Grünen. Roth hatte am Montag (6. Juni) die ukrainische Hafenstadt Odessa besucht und vor Kamers die mittlerweile berühmte Briefmarke zum Untergang des russischen Kriegsschiffs „Moskwa“ begutachtet. Dabei las sie auch auch den Text der Briefmarke vor – im Wortlaut: „Fuck you russian warship“.

Ukraine-News: Russischer TV-Moderator droht mit Invasion in Deutschland

Solojow nahm Roths Äußerungen zum Anlass, Deutschland mit einer Invasion zu drohen, ähnlich wie in der Ukraine. „Das ist die deutsche Kulturministerin! Und Sie glauben, nachdem diese Regierung diese Idioten, Abschaum, Rüpel und Halunken eingestellt hat, sollten wir mit ihnen über irgendetwas reden?“, fragte der russische Moderator seine Gäste.

Wladimir Rudolfowitsch Solowjow, Fernsehmoderator bei Russia 1
Wladimir Rudolfowitsch Solowjow, Fernsehmoderator bei Russia 1. (Screenshot) © Russia 1

Anschließend drohte er mit dem angesprochenen Einmarsch in Anspielung auf die Niederlage von Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. „Was sollen wir jetzt tun? Noch einmal den Staub von den germanischen Gräbern schütteln mit dem donnernden Marsch sowjetischer Stiefel?“

Solojows Drohung ist lediglich ein weiteres Beispiel russischer Propaganda im Ukraine-Krieg. Diese läuft wie geschmiert – trotz schwerer Verluste. (tu)

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