Überschwemmungen: Mehr als 830 Menschen sterben

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Nach heftigen Monsun-Regenfällen waren in Pakistan Flüsse über die Ufer getreten und hatten ganze Landstriche überflutet.

Islamabad - Die Zahl der Opfer bei den jüngsten Überschwemmungen im Norden Pakistans ist auf mehr als 830 gestiegen.

Rettungstrupps und Militäreinheiten seien unterwegs in die Unglücksregion, um zehntausenden gestrandeten Menschen zu helfen, teilten die Behörden am Samstag mit.

Nach heftigen Monsun-Regenfällen waren Flüsse über die Ufer getreten und hatten ganze Landstriche überflutet. Nach Angaben der Provinzregierung verloren bislang etwa 400 000 Menschen ihre Häuser. Pakistanische Medien sprachen von den schlimmsten Überschwemmungen in der Region seit mehr als 80 Jahren.

Der Informationsminister der besonders getroffenen Nordwest- Grenzprovinz Khyber-Pakhtunkhwa, Mian Iftikhar Hussain, bat die internationale Gemeinschaft um rasche Hilfe. Sollte es keine Unterstützung für die örtlichen Rettungskräfte geben, “könnte die Situation zu einem großen humanitären Desaster“ werden, sagte er. Die meisten Opfer habe es in den Distrikten Shangla und Swat gegeben, wo zahlreiche Bergdörfer von der Außenwelt abgeschnitten seien, berichteten Hilfsorganisationen.

Ausbreitung von Seuchen nach Flut befürchtet

Nach den schweren Überschwemmungen in Pakistan wächst die Angst vor Seuchen. Einige der Opfer hätten Durchfall, andere einen juckenden Ausschlag, berichtete ein Arzt am Samstag aus einem Notlager, in dem obdachlos gewordene Menschen untergebracht sind. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind eine Million Menschen von der Flut betroffen. Ein Ende der Überschwemmungen ist mittlerweile absehbar: Ein Vertreter der pakistanischen Regierung erklärte am Samstag, die Pegelstände im Nordwesten des Landes gingen allmählich zurück. Die Rettungskräfte hätten angesichts zahlreicher zerstörter Straßen und Brücken aber weiter große Probleme, zu den Betroffenen vorzudringen. Die Helfer nutzten nach UN-Angaben Militärhubschrauber, Lastwagen und Boote, um zu den Opfern vorzudringen. Mit mindestens 430 Todesopfern sind die Überschwemmungen die schwersten in Pakistan seit 1929.

dpa/AP

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