Land unter in Österreich: Erste Todesopfer befürchtet

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Passanten beobachten die Fluten der überlaufenden Erlauf in Melk.

Wien - Nach mehr als 48-stündigen Regenfällen hat sich die Lage in den Hochwasser-Gebieten Österreichs am Mittwoch zugespitzt.

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Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA waren am Vormittag allein in Oberösterreich 2500 Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Die Flüsse Steyr, Enns, Krems und Traun traten an mehreren Stellen über die Ufer. Das Untere Kremstal stand kurz vor einer flächendeckenden Überflutung. Mehr als 130 Feuerwehrbesatzungen arbeiteten ohne Pause, um Keller leerzupumpen oder gefährdete Bereiche durch Sandsäcke zu schützen.

Land unter in Österreich

Land unter in Österreich

Hochwasser und massive Verkehrsbehinderungen durch zahlreiche Murenabgänge und Straßensperren wurden auch aus anderen Bundesländern gemeldet. Nach Angaben des Automobilclubs ÖAMTC waren am Morgen etwa 50 Straßen in der Alpenrepublik unpassierbar und mussten gesperrt werden. Für den Fall größerer Überflutungen hat das österreichische Bundesheer 10 000 Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt.

Durch den Dauerregen sind in den vergangenen 48 Stunden vor allem am oberösterreichischen und niederösterreichischen Alpenrand riesige Regenmengen gefallen - 164 Liter pro Quadratmeter etwa in St. Pölten. Statistisch fallen solche Mengen etwa alle 50 Jahre. Die größte Niederschlagsmenge wurde in Lunz am See mit 207 Litern gemessen.

Erste Todesopfer befürchtet

Inzwischen wird befürchtet, dass das das ungewöhnliche Regenwetter erste Todesopfer gefordert hat. Nach Angaben der Polizei stürzte am Dienstagnachmittag ein Geländewagen bei Graz in die Hochwasser führende Mur. Obwohl die Polizei sofort eine intensive Suchaktion einleitete, konnten weder das Fahrzeug noch mögliche Insassen gefunden werden. Die Polizei geht davon aus, dass das Fahrzeug, das aus der Türkei stammte, wegen der starken Strömung schnell abtrieb.

Meteorologen sagen, dass der Regen bis Donnerstag langsam nachlässt. “Der Höhepunkt ist zweifellos überschritten“, sagte Peter Sabo vom Wetterdienst der Wiener Hohen Warte. Dennoch könnten lokale Gewitter, die für Donnerstag erwartet werden, wegen der völlig durchnässten Böden zu weiteren kleinen Überschwemmungen führen.

dpa

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