"Schlichte Dummheit"

Wirbel um "true fruits"-Kampagne - Firma beleidigt Kunden heftig

Bonn/Wien - Mit einer Plakatkampagne sorgt die Firma "true fruits" derzeit für Wirbel in Österreich. Nun veröffentlichte die Smoothie-Firma eine Klarstellung - vergreift sich aber im Ton.

"Bei uns kannst du kein Braun wählen" steht auf einem Plakat der Firma. Abgebildet sind darauf Flaschen in den Farben schwarz, rot und gelb. So wirbt die Bonner Firma in Österreich - und sorgt für einigen Wirbel. Es gibt nämlich noch weitere Motive der Reihe. Auf einem anderen steht "Noch mehr Flaschen aus dem Ausland", auf einem weiteren Motiv, mit einer schwarzen Flasche: "Schafft es selten über die Grenze."

Im Netz gab es daraufhin heftige Reaktionen, was die Firma am Donnerstag zu einer Reaktion veranlasste. Diese fiel jedoch wenig respektvoll aus: "Manche von Euch waren besorgt oder verärgert (vermutlich aus Unkenntnis und/oder schlichter Dummheit), wir könnten uns dem rechten Ufer zugewandt haben. Andere wiederrum kommen vom rechten Ufer und feiern unsere Kampagne aus falschen Gründen (und/oder aus schlichter Dummheit)."

Tatsächlich richte sich die Kampagne eindeutig gegen Fremdenfeindlichkeit, so true fruits. Gleichzeitig ruft die Firma andere Konzerne dazu auf, sich ebenfalls mehr politisch einzubringen: "Wir als kleiner Saftladen haben es mit einer einzelnen Aktion geschafft, derartige Themen in den Fokus der Menschen zu rücken. Wir fragen uns also: Wozu wären dann erst große Konzerne mit deutlich größeren Budgets in der Lage?"

"Eure Firma ist schlichtweg unprofessionell"

Jedoch sollte true fruits vielleicht noch mal über das Budget ihrer Social Media-Abteilung nachdenken. In der darauffolgenden Diskussion verlor die Firma nämlich ein wenig die Nerven. Das fiel auch mehreren Kunden auf: "Ihr solltet mal lieber einen etwas freundlicheren Ton anschlagen, geht gar nicht", schrieb etwa Dennis R. Ein anderer kommentierte: "Nun beleidigt ihr auch noch eure Kunden. Eure Firma ist schlichtweg unprofessionell, mal schauen, wie lange ihr euch haltet. Ihr seid nicht rassistisch, ihr seid einfach nur peinlich."

Eine weitere Kundin kommentierte: Ihr könntet sagen: 'Tschuldigung vielleicht kam das falsch rüber, offensichtlich war es missverständlich, was wir eigentlich sagen wollten war (...)' Ihr sagt stattdessen: 'Ihr seid dumm.' Auch ein Weg mit Kritik umzugehen. Da sind viele Teenager besser in der Lage mit Kritik konstruktiv umzugehen."

"Geh uns nicht auf die Nerven"

Auf Kritik reagierte die Firma im Kommentarbereich jedoch weiterhin schmallippig und patzig. Es kamen Antworten wie "Mach doch einfach selber ne Kampagne, wenn Du denkst, Du könntest es besser" oder "Uhh, jetzt haben wir aber Angst"

Eine andere Kritikerin bekam als Antwort: "Geh und nicht auf die Nerven!" Auch wenn ihr Kommentar - zugegeben - ebenfalls wenig diplomatisch war. 

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