Trotz kritischer Stimmen

US-Bundesstaat Georgia richtet verurteilten Mörder hin

Obwohl die Hinrichtung durch Giftspritze in den USA zuletzt heftig kritisiert worden war, hat der US-Bundesstaat Georgia einen verurteilten Mörder getötet.

Atlanta - Der 45-jährige J.W. Ledford starb am Dienstag durch eine Giftspritze, wie örtliche Fernsehsender berichteten. Er hatte zuvor erfolglos ein Gnadengesuch gestellt. Zudem scheiterte Ledford mit dem Versuch, die Todesstrafe durch ein Erschießungskommando vollziehen zu lassen. Ein Gericht sah darin eine Verzögerungstaktik.

Ledford hatte 25 Jahre lang im Todestrakt gesessen. Er war für schuldig befunden worden, 1992 seinen Nachbarn überfallen und ermordet zu haben. Dem 73 Jahre alten Mann wurde die Kehle durchgeschnitten. 

Hinrichtungen per Giftspritze sind in den USA umstritten. Bürgerrechtsorganisationen kritisieren, viele Verurteilte durchlitten wahre Todeskämpfe. Im US-Bundesstaat Arkansas ordnete ein Gericht deshalb vor gut zwei Wochen die Autopsie der Leiche eines Mannes an, der per Injektion exekutiert worden war. Zudem werden die tödlichen Substanzen für die Giftspritzen mittlerweile knapp, weil sich viele europäische Pharmafirmen weigern, den US-Behörden Nachschub zu liefern. Das führte dazu, dass in Arkansas eine regelrechte Hinrichtungswelle geplant wurde.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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