Tropensturm tötet zwölf Menschen in Guatemala

Guatemala-Stadt - Der erste Tropensturm der Saison im Pazifik hat in Guatemala bisher mindestens zwölf Menschen das Leben gekostet.

Nach Behördenangaben weitete Präsident Álvaro Colom am Samstag den wegen eines Vulkanausbruche verhängten Notstand auf das gesamte Land aus. Mindestens elf Menschen werden vermisst.

Seit Donnerstag hatte starker Regen Dutzende von Flüssen in dem mittelamerikanischen Land über die Ufer treten lassen. Der Sturm “Agatha“ machte zahlreiche Straßen unpassierbar. Brücken stürzten ein. Mehr als 1000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, fast 600 Häuser wurden durch die Überschwemmungen nach ersten Berichten beschädigt. Die Meteorologen gehen davon aus, dass es bis Dienstag weiter stark regnen wird.

Allein in einer Schlammlawine bei der Ortschaft Almolonga in der Provinz Quezaltenango rund 230 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt starben vier Personen. Auch in weiteren Gebieten ereigneten sich Bergrutsche, die Menschen unter sich begruben. Nach Angaben des Instituts für Seismologie, Vulkanologie, Meteorologie und Hydrologie (Insivumeh) wird der Wirbelsturm in den kommenden drei Tagen nach Norden durch Guatemala ziehen.

dpa

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