Triebwerkbrand bei Flugzeug im Iran

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Mit einem brennenden Triebwerk musste die Tupolew in Teheran notlanden (Symbolfoto).

Teheran - Eine Passagiermaschine ist am Sonntag im Iran wegen eines Triebwerkbrandes notgelandet. Es ist mindestens der dritte Zwischenfall im Luftverkehr des Iran binnen drei Wochen.

Die Tupolew der iranischen Gesellschaft Mahan war auf dem Weg von Teheran in die Hafenstadt Mahschahr nahe der Grenze zum Irak. Sie musste bereits kurz nach dem Start umkehren und landete wieder in Teheran, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur IRNA. Nach Angaben eines Sprechers der zivilen Luftaufsichtsbehörde soll es keine Verletzten gegeben haben.

Eine Iljuschin 62 mit 153 Menschen an Bord war nach der Landung in eine Mauer gerast

CAO-Chef Mohammad-Ali Ilkhani sagte der Nachrichtenagentur ISNA, Ursache für das schwere Unglück am Freitag sei höchstwahrscheinlich eine zu hohe Landegeschwindigkeit gewesen. Es habe keinen technischen Defekt gegeben. Das Flugzeug der Gesellschaft Aria Airways war in Teheran gestartet und sollte planmäßig in Mesched landen.

Das Parlament in Teheran bestellte wegen beider Unglücke den Transportminister, den Leiter der Luftfahrtsbehörde und alle Chefs der hiesigen Fluggesellschaften ein. Die Fluggesellschaften sollen bei der Wartung der Flugzeuge und deren Inspektionen vor Abflug die Kontrollen verdoppeln. Außerdem sollen bis auf weiteres keine osteuropäischen Flugzeuge mehr aus zweiter Hand gekauft werden.

Wie der Sprecher der CAO, Reza Jafarzadeh, mitteilte, gehören zu den Todesopfern 13 Besatzungsmitglieder, darunter der Pilot, und 3 Passagiere. Vize-Transportminister Ahmad Madschidi sagte, Cockpit und Reifen des vierstrahligen Flugzeugs seien bei der Landung in Brand geraten. Die Maschine sei dann über die Rollbahn hinaus gerast und gegen eine Mauer geprallt. Das Feuer wurde schnell gelöscht. Das Cockpit wurde völlig zerfetzt, der übrige Rumpf war kaum beschädigt.

In den vergangenen Jahren sind bei Flugzeug-Unglücken im Iran Hunderte von Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung führt die Probleme auf westliche Sanktionen gegen das Land zurück. Neue Maschinen würden dem Land nicht verkauft, auch bekomme der Iran keine Ersatzteile für die alten Flugzeuge.

dpa

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