Toupet weggerissen - fünf Monate Haft

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Künstliche Haarpracht: Jemandem das Toupé wegzureißen ist kein Kavaliersdelikt.

Politik in Taiwan: Weil ein Politiker einem anderen das Toupet weggerissen hatte, drohen ihm nun fünf Monate Haft. Der Vorwurf: Er habe dem Anderen die Freiheit genommen, schön auszusehen.

Weil er einem Abgeordneten des taiwanesischen Parlaments das Toupet vom Kopf gerissen hat, muss der Politiker Huang Yung-tien für fünf Monate ins Gefängnis. Huang ist Oppositioneller, sein „Opfer“ Chiu Yi gehört der Regierungspartei an.

Im vergangenen Jahr hatte der 50-Jährige Huang dem als telegen geltenden Chiu Yi das Haarteil weggenommen, als dieser eine Beschwerde gegen den früheren Präsidenten Chen Shui-Bian einreichen wollte. Huang ist ein Anhänger Chens.

Doch die Verurteilung stützt sich vordergründig nicht auf politische Gründe. Stattdessen wurde Huang zu fünf Monaten Haft verurteilt, weil er dem Anderen die Freiheit genommen hatte, schön auszusehen, schreibt die Onlinezeitung Metro. Eine Sprecherin erklärte: „Der Richter fand, Chiu Yi hatte das Recht, zu tragen was er wollte, und Chiu hatte das Gefühl, mit dem Toupet besser auszusehen. Weil Huang das Haarteil absichtlich wegriss, hat er dem Anderen dieses Recht genommen.“ (Video)

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