Toter in Südafrika: Porsche Tuner Gemballa?

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Das Geschäft des Sportwagenhändlers Uwe Gemballa in Leonberg (Archivbild vom 19.02.2010) .

Johannesburg/Stuttgart - Ein halbes Jahr nach dem Verschwinden des Stuttgarter Porsche-Tuners Uwe Gemballa ist in Südafrika die Leiche eines Deutschen gefunden worden.

“Wir sind ziemlich sicher, dass er es ist“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa in Südafrika. Letzte Gewissheit soll nun eine Obduktion bringen. Am Samstag hatte bereits das Onlinemedium “Stern.de“ über den Tod Gemballas berichtet.

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Die Leiche war nach Angaben der südafrikanischen Polizei am vergangenen Dienstag in Atteridgeville westlich der Hauptstadt Pretoria entdeckt worden. Bei den medizinischen Untersuchungen soll auch geklärt werden, wie der Mann starb. Die Ermittlungen der Polizei hätten gerade erst begonnen, sagte der Sprecher.

Er dementierte Medienberichte über Festnahmen im Zusammenhang mit dem Fall. “Stern.de“ hatte berichtet, Gemballa sei möglicherweise in illegale Geldwäsche-Geschäfte verwickelt gewesen und von seinen Geschäftspartnern getötet worden. Dies hätten Recherchen des Magazins ergeben. Die südafrikanischen Behörden hatten zunächst vermutet, Gemballa habe sich wegen der Insolvenz seiner Firma Gemballa Automobiltechnik GmbH & Co. aus Deutschland absetzen wollen.

Das Unternehmen hatte kurz nach Gemballas Verschwinden im Februar Insolvenz angemeldet, die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen den Firmenchef wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung. Der Fall bleibt auch nach dem Fund der Leiche mysteriös. Der 54- Jährige war kurz nach seiner Ankunft aus Dubai am 8. Februar in Johannesburg verschwunden. Am Tag darauf hatte er nach Angaben der deutschen Polizei seiner Ehefrau telefonisch von einem Unfall berichtet und erzählt, dass er einen hohen Geldbetrag benötige. Danach verlor sich seine Spur.

Die Firma von Gemballa mit Sitz in Leonberg bei Stuttgart ist spezialisiert auf die Veredelung hochwertiger Sportwagen, zumeist der Marke Porsche. Ein getuntes Auto kostet nach früheren Firmenangaben zwischen 250 000 und 700 000 Euro. dpa

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