Ägypten

Ein Toter und Dutzende Verletzte bei Protesten

Port Said - Bei Protesten in der ägyptischen Stadt Mansura ist am Samstagmorgen ein Demonstrant getötet worden. Mehrere Dutzend Menschen wurden verletzt.

Das Innenministerium erklärte, rund 400 Menschen hätten vor dem Büro des Rats der am Nildelta gelegenen Stadt demonstriert und Slogans gegen die Regierung gerufen. Sie hätten eine Straße blockiert und Brandsätze gegen das Gebäude geworfen. Wie der Mann zu Tode kam, erklärte das Ministerium zunächst nicht.

Aktivisten berichteten der Nachrichtenagentur AP, ein Demonstrant sei während der Zusammenstöße von einem gepanzerten Fahrzeug der Polizei zu Tode gequetscht worden. Die Demonstranten erklärten, der Tote sei erst 14 gewesen. Nach einer Autopsie wurde das Alter jedoch mit 35 angegeben. Wie sich der Widerspruch erklärt, blieb offen.

Auch in der Hafenstadt Port Said gab es am Samstag bei Protesten Verletzte. Ein AP-Reporter beobachtete, wie ein Polizeiauto an einer Hauptstraße fünf Demonstranten anfuhr und dann davon raste. Die Verletzten kamen mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus. Die Demonstranten hatten die Straße blockiert. Nachdem das Polizeiauto abgefahren war, steckten sie aus Wut Fahrzeuge einer nahe gelegenen Polizeistation in Brand.

Aktivisten und Menschenrechtler werfen den ägyptischen Sicherheitsbehörden übermäßige Gewalt vor. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mahnte am Samstag, Präsident Mohammed Mursi müsse dafür sorgen, dass die Polizei nur die allernötigste Gewalt einsetze.

AP

Rubriklistenbild: © ap

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