Sieben Tote bei Amoklauf in Einkaufszentrum

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Die Polizei untersucht den Tatort in Alphen aan den Rijn.

Amsterdam - Ein Amokläufer hat am Samstag in einem Einkaufszentrum in den Niederlanden mit einer Maschinenpistole um sich geschossen. Dabei wurden sieben Menschen getötet und 16 weitere verletzt.

Ein Amokschütze hat in einem holländischen Shopping Center mit einer Maschinenpistole um sich gefeuert und fünf Menschen getötet. Dann brachte sich der ca. 25-jährige, als “groß, blond und blauäugig“ beschriebene Mann mit einen Kopfschuss um, berichteten geschockte Augenzeugen in der Gemeinde Alphen aan den Rijn. Ein schwer verletztes Opfer sei im Krankenhaus gestorben, teilten die Behörden am Samstagabend mit. Mehr als zehn Menschen wurden laut Polizeiangaben verletzt. Das Motiv des Amokläufers, der eine Lederjacke und eine Hose in Tarnfarben getragen haben soll, sei - wie seine Identität - unklar. “Wir ermitteln in alle Richtungen.“

Vier der Verwundeten schwebten zunächst noch in Lebensgefahr, berichtete Bürgermeister Bas Eenhoorn. Fünf seien mittelschwer verletzt worden, mindestens zwei leicht. Der Täter habe “äußerlich völlig ruhig“ gegen Mittag das Einkaufszentrum De Ridderhof in der rund 40 Kilometer südlich von Amsterdam liegenden Gemeinde betreten, sagte er.

Amoklauf in Holland: Bilder vom Tatort

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“Plötzlich schoss er jedoch um sich, wir rannten um unser Leben“, schilderte ein Frau. “Man hört immer nur tack, tack, tack, schrecklich. Es brach eine Riesenpanik aus, die Leute stürzten übereinander.“ Der Mann soll nach unterschiedlichen Zeugenangaben etwa 10 bis 20 Minuten gefeuert haben.

Erst vor knapp einem Monat hatte es in der bis dahin als völlig friedlich geltenden Gemeinde eine Schießerei mit zwei Toten gegeben, berichtete Eenhoorn. Ob ein Zusammenhang mit dem Amoklauf besteht, könnten aber nur die Ermittlungen der Polizei ergeben. “Dies ist ein schwerer Schock für uns alle.“

Für Zeugen der Bluttat und Angehörige der Opfer wurde in einer Kirche direkt neben dem Ridderhof ein Betreuungszentrum eingerichtet. “Unser Mitgefühl gilt allen Verletzten und den Angehörigen der Opfer dieses unbegreiflichen Geschehens an einem Tag, der so herrlich sonnig begann“, sagte der Bürgermeister.

Königin Beatrix bekundet Beileid mit den Opfern

Königin Beatrix der Niederlande hat den Angehörigen der Opfer ihr Beileid bekundet. Das Drama in der Gemeinde Alphen aan den Rijn habe ihr großen Kummer bereitet, erklärte die 73-jährige Monarchin am Samstag nur wenige Stunden nach der Bluttat. Die Königin sei “sprachlos angesichts des enormen Leids, das so vielen Menschen zugefügt wurde“, erklärte ein Hofsprecher.

Königin Beatrix hatte erst vor zwei Jahren mit angesehen, wie ein Attentäter versuchte, mit seinem Auto ihren Bus zu rammen. Der 38-Jährige hatte dabei am 30. April 2009 fast 20 Menschen zu Boden gerissen, von denen sieben starben. Auch er selbst erlitt tödliche Verletzungen. Die Königin wird am kommenden Dienstag in Deutschland zu einem Staatsbesuch erwartet.

dpa

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