Tote bei Luftangriff im pakistanischen Grenzgebiet

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Bei einem Anschlag im Osten Afghanistans kamen am Mittwoch vier Kinder und ein Polizist ums Leben.

Islamabad - Nach dem Selbstmordattentat auf CIA-Agenten haben die USA islamische Extremisten noch stärker ins Visier genommen: Im pakistanischen Grenzgebiet starben bei Luftangriffen 13 Menschen.

Bei zwei Luftangriffen mit Drohnen wurden am Mittwoch in Nord-Waziristan mindestens 13 Menschen getötet. Die Opfer hielten sich in zwei Häusern in der Region Datta Khel auf, die von Raketen zerstört wurden, wie aus pakistanischen Geheimdienstkreisen verlautete. Für die wiederholten Angriffe mit Drohnen sind demnach die US-Streitkräfte verantwortlich. Ziele sind meist führende Mitglieder der Taliban, der Al Kaida und anderer Gruppen.

Die pakistanische Regierung hat diese Luftschläge wiederholt verurteilt, scheint sie stillschweigend aber zu billigen. Die Angriffe vom Mittwoch waren der dritte und der vierte seit dem Selbstmordanschlag auf eine CIA-Stellung in Afghanistan, bei dem am 30. Dezember sieben Mitarbeiter des Geheimdienstes und eine weitere Person getötet wurden. Unter den Opfern sind nach amerikanischen Medienberichten auch zwei Mitarbeiter der einstigen Sicherheitsfirma Blackwater.

Als Urheber des Anschlags verdächtigen die USA das Haqqani-Netzwerk, das mit Al Kaida in Verbindung stehen soll. Der Attentäter soll ein Doppelagent mit jordanischer Staatsbürgerschaft gewesen sein.

Fünf Tote und rund 80 Verletzte bei Anschlag

Bei einem Anschlag im Osten Afghanistans kamen am Mittwoch vier Kinder und ein Polizist ums Leben. Ein auf einer Straße versteckter Sprengsatz explodierte in der Provinz Nangrahar, als ein Polizeifahrzeug auf eine Mine fuhr. 81 weitere Menschen wurden nach nach Angaben der örtlichen Behörden verletzt, überwiegend Kinder. Nach Angaben der NATO waren unter den Verletzten auch neun Soldaten der Afghanistan-Schutztruppe ISAF. Sie besichtigten ein von den USA finanziertes Straßenbauprojekt in der Region. Die Kinder hatten sich offenbar um die Soldaten versammelt.

Bei einer weiteren Explosion in der Provinz Chost wurden mindestens 15 Menschen verletzt. Die Detonation ereignete sich vor einem Geschäft, das Mobiltelefone und Kassetten verkauft, wie der amtierende Gouverneur Tahr Chan Sabari mitteilte. Unter der Herrschaft der Taliban war säkulare Musik verboten.

AP

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