Karachi: 25 Tote am Wahltag

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Die Toten von Karachi wurden in ein Krankenhaus in Karachi gebracht.

Karachi - In der südpakistanischen Stadt Karachi sind in den vergangenen 24 Stunden mindestens 25 Menschen getötet worden.

Ob die Morde in Zusammenhang stehen, war zunächst unklar. Doch die Polizei schloss politische motivierte Auftragsmorde nicht aus, da am Sonntag der Nachfolger eines ermordeten Regionalpolitikers gewählt wurde.

Der Abgeordnete Raza Haider, der im Provinzparlament saß, war im August von Unbekannten erschossen worden. Haider war Mitglied der Partei Muttahida Quami Movement (MQM), die die Hafenstadt regiert und vor allem Nachkommen indischer Einwanderer repräsentiert. Ihr politischer Rivale ist die Awami Nationalpartei (ANP), deren Basis ethnische Paschtunen in Karachi bilden.

In der Vergangenheit kam es wiederholt zu gezielten Tötungen durch rivalisierende Banden, die auch im Auftrag der MQM und der ANP verübt werden sollen. Beide Parteien kandidierten für den freigewordenen Sitz im Provinzparlament. Doch die ANP kündigte am Samstagabend an, die Wahl boykottieren zu wollen. Die Morde begannen ungefähr zu dem Zeitpunkt der Ankündigung.

Der Polizeichef von Karachi, Fayyza Leghari, sagte, es sei noch nicht klar, wie viele der 25 Morde politisch motiviert seien, da sie in verschiedenen Stadtteilen verübt worden und nicht auf die Wahlbezirke beschränkt gewesen seien.

dapd

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