20 Tote bei Grubenunglück in der Slowakei

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Journalisten warten vor dem Handlova-Bergwerk, in dem 20 Menschen ums Leben gekommen sind.

Bratislava - Beim schwersten Grubenunglück in der Geschichte der Slowakei sind am Montag in Handlova (Nordwestslowakei) 20 Menschen getötet und 9 verletzt worden.

Das gab die slowakische Regierung in der Nacht zum Dienstag offiziell bekannt. Der für Bergbau zuständige Wirtschaftsminister Lubomir Jahnatek sagte: “Die Rettungsmannschaften haben 65 Meter von der Stelle der Explosion entfernt 6 Leichen gefunden. Zugleich haben sie festgestellt, dass es für die anderen Eingeschlossenen dort keine Überlebenschance mehr geben konnte.“

Wie die Firmenleitung mitteilte, war schon gegen 7.00 Uhr ein Feuer in einem Schacht der Grube ausgebrochen. Zu dessen Bekämpfung seien mehrere Bergleute und Angehörige der firmeneigenen Rettungsmannschaft in mehr als 300 Meter Tiefe abgestiegen. Rund zwei Stunden später sei es in einem aufgelassenen Nebenschacht in 330 Meter Tiefe zu einer Explosion gekommen. 9 weiter entfernte Bergleute seien dadurch leicht verletzt worden. Die 20 zur Brandbekämpfung Ausgerückten hätten sich aber in unmittelbarer Nähe des Explosionsortes befunden und keine Überlebenschance gehabt.

Die Explosionsursache war in der Nacht zum Dienstag noch nicht geklärt. Die Firmenleitung widersprach aber früheren Darstellungen, dass Methangasreste explodiert sein könnten. Es wäre aber möglich, dass sich durch den vorherigen Brand Kohlenmonoxid ausgebreitet habe, das in Kombination mit anderen Gasen ebenfalls explosionsfähig sei, erklärte ein Sprecher der Firmenleitung dem TV-Nachrichtensender TA3.

Zahlreiche Familienangehörige der Verschütteten waren schon am Montagmorgen zu der Grube geeilt und hatten bis spät in die Nacht ausgeharrt, um Gewissheit über deren Schicksal zu erhalten. Für sie wurde eine psychologische Betreuung organisiert.

Der selbst zum Unglücksort geeilte Premierminister Robert Fico kündigte für Dienstagvormittag eine außerordentliche Regierungssitzung an, bei der eine offizielle Staatstrauer beschlossen werden soll.

dpa

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