Tote bei Anschlag auf Milizenchef in Kundus

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Männer einer afghanischen Miliz (Archivbild). Bei einem Anschlag auf den Kommandeur einer Taliban-feindlichen Miliz am nordafghanischen Bundeswehr-Standort Kundus sind am Donnerstag zwei Leibwächter des Mannes getötet worden.

Kundus - Bei einem Anschlag auf den Kommandeur einer Taliban-feindlichen Miliz am nordafghanischen Bundeswehr-Standort Kundus sind am Donnerstag zwei Leibwächter des Mannes getötet worden.

Milizenchef Selaab Khan sei unverletzt geblieben, als eine ferngezündete Bombe vor seinem Haus detonierte, sagte der Polizeichef der Provinz Kundus, Mohammed Rasak Jakubi. Ein Passant sei bei der Explosion im Zentrum von Kundus-Stadt verletzt worden. Khan machte die Taliban für den Anschlag verantwortlich. Sie haben ihren Einfluss in der Provinz in den vergangenen Jahren dramatisch ausgeweitet.

Der Milizenchef sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, dies sei bereits der dritte erfolglose Anschlag auf ihn in den vergangenen zwei Monaten gewesen. “Solche Angriffe werden uns von unserer Entschlossenheit zum Kampf gegen die Taliban nicht abschrecken. Wir werden unseren Kampf gegen sie fortsetzen, bis wir sie aus dieser Region herausschmeißen.“ Die Taliban äußerten sich zunächst nicht.

Das ist Afghanistan

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Wegen des wachsenden Einflusses der Aufständischen im einst friedlichen Norden Afghanistans und wegen des Mangels an Sicherheitskräften unterstützt die Regierung in Kabul die Bildung von Milizen gegen die Taliban. Das Vorhaben ist umstritten. Vor sechs Jahren war ein aufwendiges und teures Projekt begonnen worden, die zahlreichen afghanischen Milizen zu entwaffnen.

Bei Sprengstoffanschlägen im Süden Afghanistans wurden unterdessen zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet. Die NATO-geführte ISAF teilte am Donnerstag mit, ein kanadischer Soldat sei am Mittwoch gestorben, ein britischer Soldat bereits am Tag zuvor. Bei einer Operation nahe der südafghanischen Stadt Kandahar seien ein mutmaßlicher Taliban-Kommandeur und mehrere seiner Mitkämpfer gefangen genommen worden. Auch bei Operationen in der südafghanischen Provinz Helmand und der ostafghanischen Provinz Chost hätten Soldaten mutmaßliche Aufständische gefangen genommen. In Helmand habe eine Patrouille Waffen und Drogen entdeckt.

dpa

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