Anschlag auf Hotel in  Pakistan: Deutsche verletzt

+
Bei einem Anschlag auf ein Luxushotel in Peshawar sind mindestens elf Menschen getötet und über 30 verletzt worden.

Peshawar - Bei einer gewaltigen Bombenexplosion vor einem Luxushotel in Peshawar sind ist die Anzahl der Todesopfer auf 16 gestiegen. Mehr als 60 Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden.Möglicherweise wurde ein Deutscher verletzt.

Mehr als 60 Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden. Es wird befürchtet, dass es weitere Opfer gibt, da noch immer mehrere Menschen vermisst werden.

Unter den Verletzten des verheerenden Selbstmordanschlags auf ein Luxushotel im nordpakistanischen Peshawar ist nach UN-Angaben auch eine Deutsche. Es handele sich um eine junge Frau, die als Praktikantin für das Kinderhilfswerk UNICEF arbeitet, verlautete am Mittwoch aus UN-Kreisen in der Hauptstadt Islamabad. Sie sei am Bein verletzt worden. Den Angaben zufolge wurde die Frau bereits von Peshwawar in ein Krankenhaus nach Islamabad gebracht. Am Donnerstag soll sie zur weiteren Behandlung nach Deutschland ausgeflogen werden. Das Auswärtige Amt in Berlin äußerte sich zunächst nicht.

Bombenanschlag auf Luxushotel

Bombenanschlag auf Luxushotel in  Pakistan

Bewaffnete stürmten am Dienstag nach Polizeiangaben das auch bei Ausländern beliebte Hotel Pearl Continental in der Stadt Peshawar, bevor ein gewaltiger Sprengsatz detonierte. Es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AP. Laut dem Sprecher könne die Opferzahl  weiter steigen.

Menschen im Feuer eingeschlossen

Wie dpa berichtet, brach nach der Explosion ein Feuer aus. Mehrere Menschen sollen im vierten Stockwerk von den Flammen eingeschlossen sein, meldet ein dpa-Reporter vom Ort.

Ein AP-Reporter berichtete, sechs Ausländer seien verletzt aus dem Hotel gekommen. Einer von ihnen habe erklärt, er arbeite für das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Auch Mitarbeiter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) hätten sich in dem Hotel aufgehalten.

Das Pearl Continental Hotel wurde bei der Explosion schwer beschädigt.

Das Pearl Continental wurde laut Fernsehberichten schwer beschädigt. Die Explosion hinterließ einen großen Krater. Ein Polizeisprecher sagte der AP, nach Berichten von Augenzeugen habe es sich bei den Attentätern um drei Männer gehandelt, die mit einem Lastwagen vor das Haupttor des Hotels gefahren seien. Sie hätten auf Sicherheitsleute geschossen und seien dann durch das Tor gerast. Unmittelbar vor dem Pearl Continental hätten sie ihren Sprengsatz gezündet.

Das Hotel ist bei Ausländern und gut situierten Pakistanern beliebt und wird gut bewacht. Das 5-Sterne-Haus liegt in der Nähe einer Militärbasis und eines wichtigen Regierungsgebäudes in einer Hochsicherheitszone.

Einer der Verletzten, Jawad Chaudhry, sagte, er habe sich in seinem Hotelzimmer im Erdgeschoss aufgehalten, als er Schüsse und dann einen lauten Knall gehört habe. “Der Boden unter meinen Füssen hat gewackelt. Ich dachte, mir fällt das Dach auf den Kopf. Ich bin nach draußen gerannt. Alle sind in Panik gerannt“, sagte Chaudhry. “Überall waren Blut und Scherben.“

Im Nordwesten Pakistans sind in den vergangenen Wochen zahlreiche Gewalttaten verübt wurden. Die Behörden sehen darin Racheakte für die Großoffensive der Streitkräfte gegen die Taliban im Swat-Tal. Bei einem Bombenanschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad wurden im vergangenen Jahr mehr als 50 Menschen getötet.

AP/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Meistgelesene Artikel

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Verheerende Waldbrände in Portugal - mehr als 30 Tote

Verheerende Waldbrände in Portugal - mehr als 30 Tote

Ex-Hurrikan „Ophelia“: Drei Todesopfer - Sturm zieht weiter nach Schottland

Ex-Hurrikan „Ophelia“: Drei Todesopfer - Sturm zieht weiter nach Schottland

Schiff vor den Philippinen gesunken - Passagiere trieben im Meer

Schiff vor den Philippinen gesunken - Passagiere trieben im Meer

Kommentare