Angeklagte Stiefmutter schweigt im Prozess um Tod von Emily

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Kerzen, Blumen und ein Foto erinnern an die kleine Emily. Foto: Jan Helmecke

Stendal (dpa) - Zum Prozessauftakt um den Tod der 18 Monate alten Emily aus Sachsen-Anhalt hat die 20 Jahre alte Stiefmutter die Aussage verweigert.

Die Verteidigerin Marleen Schmidt hatte zuvor erklärt, ihre Mandantin könne angesichts der vielen Journalisten und des großen Interesses an dem Fall nichts in öffentlicher Sitzung sagen. Die Jugendstrafkammer des Landgerichts Stendal lehnte einen Ausschluss der Öffentlichkeit am Montag allerdings weitgehend ab.

In der Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft der in Untersuchungshaft sitzenden Frau Körperverletzung mit Todesfolge vor.

Sie soll das Kleinkind im Februar so sehr geschlagen und geschüttelt haben, dass es wenig später an den Folgen einer Hirnverletzung starb. Mitangeklagt ist der 30 Jahre alte Vater. Dem in Gera geborenen Mann wird zur Last gelegt, frühere Misshandlungen seiner Tochter billigend in Kauf genommen und das Kind bei der Stiefmutter gelassen zu haben.

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