Tinder-Schwindler

„Mr. Tinder" ergaunert jahrelang Millionensummen von Frauen - plötzlich fliegt er auf

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Mehrere Jahre brachte der von der Presse als „Tinder-Schwindler“ bezeichnete Shimon Hayut zahlreiche Frauen um ihr Erspartes (Symbolbild).

Ein Mann aus Israel finanzierte jahrelang seinen teuren Lebensstil mit den Geldern seiner Dating-Partner. Den Betrug konnte er lange geheim halten - bis jetzt.

  • Der von der Presse als „Tinder Schwindler“ bezeichnete Shimon Hayut zockte jahrelang mehrere Frauen ab.
  • Seine Opfer lernte er über Dating-Apps kennen.
  • Mittlerweile sitzt er im Gefängnis und könnte noch dieses Jahr entlassen werden.

Tel Aviv - Seit dem 30. Dezember 2019 sitzt ein 29-jähriger Mann für voraussichtlich 15 Monate im Gefängnis in Israel. Er hat jahrelang Frauen um ihr Geld gebracht und die Millionensummen für einen ausschweifenden Lebensstil ausgegeben. Diese Delikte sind jedoch nicht der Grund, weshalb er hinter Gitter wanderte.

Der „Tinder-Schwindler“ 

Nicht wenige Personen haben die ein oder anderen Horrorgeschichten auf Lager, nachdem sie sich mit fremden Personen aus den Internet trafen. Eine Berlinerin (Name unbekannt) schilderte jedoch Erlebnisse, die alles übertreffen dürften. Wie der SPIEGEL berichtet, lernte sie 2017 einen reichen Geschäftsmann auf Tinder kennen, der sie mehr als zwei Monate zu teuren Abendessen ausführte und sie mit auf traumhafte Reisen nahm.

Als sie sich Hals über Kopf in den Israeli verliebte, der sich als Diamantenhändler Simon Leviev ausgab, war bereits alles zu spät: Er nahm ihre Kreditkarte auf vermeintliche Geschäftsreisen mit und buchte damit hohe Geldsummen ab. Sie sperrte die Karte schließlich, woraufhin er ihr drohte - doch die junge Frau blieb standhaft und zeigte ihn an.

„Tinder-Schwindler“ hatte mehrere Opfer in ganz Europa

Die Berlinerin war nicht das einzige Opfer. In ganz Europa traf sich der Mann mit dem gebürtigen Namen Shimon Hayut unter falschen Identitäten mit weiteren Frauen - meist sogar gleichzeitig. Sobald er vorgab auf Geschäftsreise zu gehen, flog er zu einem neuen Date. Seinen teuren Lebensstil bezahlte er mit “geliehenem“ Geld seiner Opfer, die keinen Cent wiedersahen.

Konsequenzen für den Betrüger: Das blüht Shimon Hayut

Neun weitere Opfer sind bekannt, die zusammen mit der Berlinerin einen Schaden von mehr als eine Million Euro beklagen.

Geschnappt wurde er im Juni 2019 in Athen und anschließend nach Israel gebracht. Dort klagte man ihn wegen Scheckbetrug und Diebstahl an, die er vor vielen Jahren in seinem Heimatland beging. Entsprechend bezog sich seine Verurteilung zu 15 Monaten Gefängnis nicht auf das, was er seinen zahlreichen Opfern in Europa antat.

Für seine Tinder-Schwindel bekennt Hayut übrigens keine Schuld und sieht sich sogar selbst als Opfer von Lügen. Im Gespräch mit dem SPIEGEL nennt er sich noch immer Simon Leviev und droht all jene zu jagen, die ihn in diese Situation gebracht haben. 

Und es gibt noch weitere beunruhigende Dating-Storys: Ein Australier hat ebenfalls eine Tinder-Horrorgeschichte zu erzählen, über die extratipp.com* berichtet. Ein anderer Mann linkte über Jahre seine Tinder-Bekanntschaften. Jetzt muss der „Tinder-Schwindler“ wohl ins Gefängnis. Außerdem muss sich jetzt eine Frau vor Gericht verantworten, die ihren Mann um fast eine Million Euro betrogen haben soll.

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

soa

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