Er sah in ihm den "Teufel": 18-Jähriger tötet Mann

London/Darmstadt - Nach dem gewaltsamen Tod eines Londoner Kunstexperten muss ein 18 Jahre alter Deutscher auf unbestimmte Zeit in ein psychiatrisches Krankenhaus.

Das entschied der Londoner Gerichtshof Old Bailey am Dienstag in der britischen Hauptstadt. Der 18-jährige Sohn eines Ärzte-Ehepaares ist psychisch krank.

Er gab vor Gericht an, er habe in seinem Londoner Opfer „den Teufel“ gesehen. Er folgte ihm vom Londoner Zentrum zu seiner Wohnung in den Stadtteil West Hampstead. Nachbarn schilderte wie der Täter seinem Opfer mehr als ein Dutzend Mal auf den Kopf trat.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt geht davon aus, dass der Junge Mann auch für den Mord an einer 47-Jährigen in der südhessischen Stadt verantwortlich ist. Bei seiner Vernehmung in London hatte er Details auch zu dem Darmstädter Verbrechen geschildert. Die Frau sei „eine Hexe“ gewesen, sagte der Mann.

Der 18-Jährige soll zunächst ins britische Sicherheitskrankenhaus in Broadmoor gebracht und später nach Deutschland ausgeliefert werden. Dort wartet auf ihn der Prozess wegen des Todes der 47-Jährigen.

dpa

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