Terrorverdächtige boykottieren Anhörung

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Skizze vo Militärtribunal in Guanatanamo.

Washington - Fünf mutmaßliche Hauptdrahtzieher der Anschläge vom 11. September haben am Donnerstag eine Anhörung vor einem Militär-Sondergericht im Gefangenenlager Guantánamo Bay boykottiert.

Die Vorverhandlung, bei der es um die geistige Zurechnungsfähigkeit von zwei der Terrorverdächtigen gehen sollte, wurde daher zunächst verschoben, wie der “Miami Herald“ berichtete. Das Fernbleiben war deshalb besonders problematisch, weil drei der Angeklagten als ihre eigenen Anwälte auftreten, darunter der als Chefplaner verdächtigte Chalid Scheich Mohammed.

Die beiden anderen wollen sich ebenfalls selbst verteidigen, und vor diesem Hintergrund soll zunächst geklärt werden, ob sie dazu geistig in der Lage sind. Einer von ihnen ist Ramzi Binalshibh, der laut US-Ermittlungen zur Hamburger El-Kaida-Zelle um den Anführer der Todespiloten vom 11. September, Mohammed Atta, zählte. Nach Angaben einer ihm zugewiesenen Pflichtverteidigerin wurden Binalshibh Medikamente verschrieben, die normalerweise bei psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie verordnet werden.

Ob es nach den Vorverfahren überhaupt noch zu einem Militärtribunal gegen die Gruppe der fünf in Guantánamo kommt, ist ohnehin fraglich. US-Präsident Barack Obama will das umstrittene Lager Anfang kommenden Jahres schließen und zudem neue Regeln für die Tribunale mit mehr Rechten für die Angeklagten.

dpa

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