Nigerianer wollte US-Jet in die Luft sprengen

Terroranschlag auf Flugzeug in den USA vereitelt

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Trotz einer kleinen Explosion an Bord konnte die Maschine der Delte-Airlines sicher in Detroit landen.

Washington - Terror-Alarm in den USA: Ein Nigerianer (25) wollte beim Landeanflug eine Passagiermaschine mit fast 300 Menschen an Bord in die Luft sprengen. Auf US-Flughäfen wurde die Sicherheitsstufe erhöht.

Ein junger Nigerianer hat nach Angaben amerikanischer Medien versucht, eine US-Passagiermaschine mit fast 300 Menschen an Bord in die Luft zu sprengen. Der Mann habe kurz vor der Landung in Detroit versucht, eine “pudrige Substanz“ zu entzünden, wurde aber von anderen Passagieren überwältigt, berichteten mehrere US-Fernsehsender überstimmend. US-Präsident Barack Obama ordnete von seinem Ferienort auf Hawaii verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an.

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Zunächst hatte es über mehrere Stunden geheißen, der Nigerianer habe auf dem Northwestern-Flug - der jedoch von Delta-Airlines betrieben wurde - aus Amsterdam lediglich Feuerwerkskörper gezündet. Später hieß es, die Regierung gehe von einem versuchten Terroranschlag aus.

Der Mann sei mit Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es weiter. Er befinde sich in Haft. Zwei weitere Passagiere seien leicht verletzt worden. Zeitweise habe Angst und Panik unter den Passagieren geherrscht.

Unklar war zunächst, was für eine Substanz der Mann genau in Brand setzen wollte. Völlig unklar sei auch, ob der Mann allein handelte oder mit Terroristenorganisationen in Verbindung stand, berichtete der TV-Sender CNN. Die Bundespolizei FBI habe die Ermittlungen übernommen.

Der TV-Sender NBC berichtet unter Berufung auf Geheimdienstexperten, der junge Nigerianer habe Agenten einer Anti- Terror-Einheit erklärt, er habe Sprengstoff zünden wollen. Weiter habe er behauptet, Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida zu unterhalten. Eine offizielle Bestätigung über den Vorfall gab es zunächst nicht. Völlig unklar war auch, warum der Mann den Sprengstoff erst kurz vor Landung zündete.

Augenzeugen berichteten von den dramatischen Minuten in dem Airbus. Eine junge Frau sagte dem TV-Sender CNN, ein junger Mann habe sich geistesgegenwärtig auf den Nigerianer geworfen, als dieser die “pulvrige Substanz“ in Brand setzen wollte. Er habe den Mann innerhalb von Sekunden überwältigt. Der Mann sei darauf in die erste Klasse gebracht worden.

“Es ging alles ganz schnell“, sagte die junge Frau. Mehrere Passagiere äußerten Zweifel, dass es sich tatsächlich um einen Terroranschlag gehandelt haben soll.

Das Intel-Institut in Washington, das sich auf die Auswertung von terroristischen Internet-Seiten beschäftigt, sprach von einem “ernsthaften terroristischen Anschlagversuch“.

Der Täter habe offensichtlich Verbindungen zu El-Kaida- Organisationen im Jemen und in Nordafrika unterhalten. Falls sich bisherigen Annahmen bestätigten sollten, handele es sich um den zweiten Anschlagsversuch auf ein US-Flugzeug zu Weihnachten seit 2001.

dpa

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