540 Taliban-Kämpfer fliehen aus Gefängnis

Kabul - Bei einem spektakulären Gefängnisausbruch in der südafghanischen Stadt Kandahar ist bis zu 540 Taliban-Kämpfern die Flucht gelungen.

Die Gefangenen seien durch einen etwa 320 Meter langen Tunnel entkommen, erklärten die örtlichen Behörden am Montag. Ein General sprach von 475 geflohenen Gefangenen, “darunter Taliban“. Ein Sprecher der Aufständischen erklärte, Taliban-Truppen hätten 540 Häftlingen die Flucht ermöglicht. Darunter seien gut 100 Kommandeure, beim Rest handele es sich um Kämpfer. Die Sicherheitskräfte starteten in der Region eine Großfahndung nach den Ausbrechern.

Das sind die Taliban

Das sind die Taliban

Laut Polizei gelang es zunächst, lediglich acht wieder einzufangen. Nach Erkenntnissen von Ermittlern sollen die Gefangenen einen alten Abwasserkanal zur Flucht genutzt haben. Der Sprecher der radikal-islamischen Taliban erklärte hingegen, der Bau des Tunnels habe fünf Monate gedauert. Vor knapp drei Jahren waren in Kandahar schon einmal etwa 400 Taliban-Kämpfer aus einem Gefängnis ausgebrochen, nachdem Dutzende Militante die Haftanstalt gestürmt hatten. Zehn Polizisten waren seinerzeit getötet worden.

Die südafghanische Provinz Kandahar mit der gleichnamigen Hauptstadt gilt als Hochburg der Taliban, in der diese immer wieder Anschläge verüben. Erst Mitte April war bei einem Selbstmordanschlag der Taliban der Polizeichef der Unruheprovinz getötet worden.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Japaner wählen neues Parlament

Japaner wählen neues Parlament

ADAC-Herbstrallye in Visselhövede

ADAC-Herbstrallye in Visselhövede

Bezirksschützenball in Varrel 

Bezirksschützenball in Varrel 

Nachtflohmarkt in Fintel 

Nachtflohmarkt in Fintel 

Meistgelesene Artikel

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Verheerende Waldbrände in Portugal - mehr als 30 Tote

Verheerende Waldbrände in Portugal - mehr als 30 Tote

Ex-Hurrikan „Ophelia“: Drei Todesopfer - Sturm zieht weiter nach Schottland

Ex-Hurrikan „Ophelia“: Drei Todesopfer - Sturm zieht weiter nach Schottland

Schiff vor den Philippinen gesunken - Passagiere trieben im Meer

Schiff vor den Philippinen gesunken - Passagiere trieben im Meer

Kommentare