Auto rast in Bushaltestellen

Täter von Marseille war in psychiatrischer Behandlung - kein Hinweis auf Terror

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Bewaffnete Soldaten sperren in Marseille (Frankreich) die Straße in der Nähe des Tatorts ab.

Ein Auto ist in der Hafenstadt Marseille in zwei Bushaltestellen gefahren, eine Frau starb. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Ermittler sehen aber keine Hinweise auf Terror.

  • In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille ist ein Fahrzeug in zwei Bushaltestellen gerast.
  • Eine Frau kam dabei ums Leben, eine weitere Person wurde verletzt.
  • Das gesuchte Fahrzeug wurde später gefunden und ein 35-Jähriger festgenommen.
  • Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine Hinweise auf einen Terroranschlag.

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17.00 Uhr: Die Polizeigewerkschaft Alliance Police hat dem Sender BFMTV mitgeteilt, dass die Festnahme des Verdächtigen gewaltlos verlief. Die Polizisten hatten ihn beim alten Hafen der Mittelmeerstadt in Gewahrsam genommen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge, soll er aus der Region von Grenoble stammen. 

15.08 Uhr: Die Polizei hat Details zum Tathergang mitgeteilt: Der Mann raste am Morgen mit einem gestohlenen Lieferwagen zunächst in eine Bushaltestelle im Norden von Marseille und kurze Zeit später in eine weitere Haltestelle im Osten der Hafenstadt. Schließlich wurde er von der Polizei im touristischen Stadtviertel Vieux Port im Zentrum von Marseille gestoppt und festgenommen.

13.31 Uhr: Der Sender Franceinfo berichtete, der Verdächtige sei der Polizei wegen Drogenhandels, Diebstahls und Waffenbesitzes bekannt gewesen.

13.06 Uhr: Der Bürgermeister des 11. und 12. Stadtbezirks, Julien Ravier, sagte dem Sender BFMTV, bei dem Todesopfer handele es sich um eine Frau im Alter von etwa 40 Jahren. Die Polizei bestätigte dies bislang noch nicht.

Keine Hinweise auf Terrorakt

12.38 Uhr: Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft gibt es keine Hinweise auf einen Anschlag. Nichts deute auf einen "terroristischen Akt" hin, sagte Staatsanwalt Xavier Tarabeux am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Die Ermittler hätten hingegen bei dem Mann ein Schreiben in Verbindung mit einer psychiatrischen Klinik gefunden - die Ermittlungen orientierten sich eher in diese Richtung, so Tarabeux.

11.53 Uhr: Am Vormittag seien im Abstand von etwa einer Stunde zwei verschiedene Busunterstände angefahren worden.

Fahrer von Barcelona-Anschlag weiter auf der Flucht

Der Vorfall ereignete sich, während die spanische Polizei weiterhin nach dem flüchtigen Lieferwagen-Fahrer von Barcelona, den 22-jährigen Marokkaner Younes Abouyaaquoub, fahndete. Bei dem Anschlag auf der Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona waren am Donnerstag 13 Menschen getötet und 120 weitere verletzt worden.

Bilder vom Einsatzort

Einsatz in Marseille: Auto rast in Bushaltestellen

11.43 Uhr: Bei dem Opfer soll es sich laut BFMTV um eine Frau im Alter von etwa 40 Jahren handeln.

11.37 Uhr: Der Verdächtige soll der Polizei nach unbestätigten Informationen des Nachrichtensenders BFMTV zwar bekannt gewesen sein, nicht aber den Geheimdiensten, die in Frankreich mutmaßliche islamistische Gefährder erfassen. Ein Zeuge habe das Nummernschild registriert, deshalb sei die Polizei auf seine Spur gekommen, so BFMTV. 

11.24 Uhr: Eine Person ist nach Informationen der AFP gestorben. Zuvor war der Wagen bereits in eine andere Bushaltestelle gerast und hatte dort einen Menschen schwer verletzt, heißt es.

11.17 Uhr: Laut übereinstimmenden Medienberichten soll es sich bei dem Opfer um eine 42 Jahre alte Frau handeln.

Hintergründe unklar

11.14 Uhr: Die Hintergründe des Vorfalls am alten Hafen von Marseille sind zunächst noch unklar. Die Polizei rief auf dem Kurznachrichtendienst Twitter dazu auf, den Bereich des alten Hafens in Marseille zu meiden.

11.12 Uhr: In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille ist am Montag ein Auto in eine Bushaltestelle gerast. Ein Passant starb, der Fahrer wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Frankreich war in den vergangenen Jahren Ziel mehrerer islamistischer Anschläge. Erst Anfang des Monats war ein Mann bei Paris in eine Gruppe Soldaten gefahren, Ermittler gehen einem Terrorverdacht nach. Vergangene Woche war östlich von Paris ein Mann mit einem Fahrzeug in eine Pizzeria gerast und hatte ein Mädchen getötet - in diesem Fall schloss die Staatsanwaltschaft ein terroristisches Motiv allerdings aus.

va/dpa/AFP/Video: Glomex

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