Syrien: Bombenanschläge in Damaskus und Aleppo

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Keine Organisation bekannte sich zunächst zum Anschlag in Damaskus.

Beirut - Syrien kommt nicht zur Ruhe. Nach Angaben des Syrischen Observatoriums für Menschenrechte hat es zwei Bombenanschläge gegeben. Die syrischen Regierungstruppen gehen weiter hart dagegen vor.

Bei einem Bombenanschlag auf eine Autowaschanlage in der syrischen Stadt Aleppo sind nach Angaben des Syrischen Observatoriums für Menschenrechte am Samstag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Waschanlage gehöre einem Angehörigen der regierungstreuen Miliz Schabiha, sagte der Aktivist Mohammed Said aus Aleppo im Norden des Landes. Er gab die Zahl der Todesopfer mit sechs an.

Zuvor war bereits in der Hauptstadt Damaskus ein unter einem Militärfahrzeug deponierter Sprengsatz explodiert. Neun Autos wurden beschädigt, wie Augenzeugen erklärten. Verletzt wurde niemand. Die Explosion ereignete sich am frühen Morgen in der Nähe eines Supermarktes für Soldaten und hinterließ einen tiefen Krater im Boden.

Protest zunehmend militarisiert

Zu den Anschlägen bekannte sich niemand. In den vergangenen Monaten hatte sich der Protest gegen die Regierung von Präsident Baschar Assad allerdings zunehmend militarisiert. Nach zunächst friedlichen Demonstrationen Anfang vergangenen Jahres griffen immer mehr Anhänger der Opposition zu den Waffen und lieferten sich Gefechte mit Regierungstruppen.

Aktivisten berichteten am Samstag zudem von Truppenbewegungen in den Damaszener Vororten Barseh und Hamurija. „Sie fahren durch die Felder und schießen mit Flugabwehrgeschützen“, sagte Omar Hasmeh über Skype. „In diesen ländlichen Gebieten gab es sehr viel Proteste gegen das Regime.“ Das Observatorium berichtete von Razzien in Barseh.

dapd

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