Suche nach Überlebenden nach Erdbeben in Indonesien

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“So etwas habe ich noch nie erlebt“, schrieb ein Anwohner von Bogor rund 60 Kilometer südlich von Jakarta auf der Webseite der BBC.

Jakarta - Am Morgen nach dem schweren Erdbeben in Indonesien wird das Ausmaß immer deutlicher: Mindestens 44 Menschen sind tot, Tausende Häuser sind zerstört.

Das Krisenzentrum in Jakarta gab die Zahl der Todesopfer am Donnerstagmorgen mit 44 an. Hunderte Menschen wurden verletzt. Es werden aber noch zahlreiche Opfer in Trümmern vermutet. Die indonesischen Behörden gaben die Stärke des Bebens mit 7,3 an, die US-Geologiebehörde mit 7,0.

Besonders betroffen war Cianjur rund 120 Kilometer südöstlich von Jakarta. Der Erdstoß vor der Südküste der Insel Java hatte in der Nähe der Stadt mit rund 100 000 Einwohnern einen Erdrutsch ausgelöst, unter dem mehr als 50 Menschen vermisst wurden. Rettungsteams mit schwerem Gerät waren vor Ort, um nach Überlebenden zu suchen, berichteten die Lokalmedien. Australiens Premierminister Kevin Rudd bot Hilfe an. Auch die Vereinten Nationen bereiteten Hilfsmaßnahmen vor. Präsident Susilo Bambang Yudhoyono wollte sich im Laufe des Tages in Cianjur selbst ein Bild von den Schäden machen.

Am nächsten am Epizentrum vor der Südküste der Insel Java lag die Stadt Tasikmalaya, etwa 115 Kilometer entfernt. Konkrete Schadensangaben lagen von dort am Donnerstag noch nicht vor. Nach den Erdbeben waren in der Region Telefon- und Stromleitungen ausgefallen. Rettungskräfte waren in der Nacht in die betroffenen Regionen in Westjava vorgedrungen. Auch in Jakarta und selbst im 700 Kilometer entfernten Bali war der Erdstoß deutlich zu spüren.

“So etwas habe ich noch nie erlebt“, schrieb ein Anwohner von Bogor rund 60 Kilometer südlich von Jakarta auf der Webseite der BBC. “Aus unserem Zwölf-Meter-Swimmingpool schwappte das Wasser in ein Meter hohen Wellen in den Garten.“ “Ich war in einem Aufzug im Gebäude der indonesischen Zentralbank in Jakarta. Mir wurde plötzlich ganz schwindelig, der Lift schwang vor und zurück“, schrieb W. Widjayanti. “Gott sei Dank stoppte der Aufzug im 24. Stock und wir sind alle raus und die Nottreppen runtergelaufen.“

Bei einem Beben der Stärke 7,7 vor der Südwestküste Javas waren im Juli 2006 mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen.

dpa

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