Suche nach deutschen Geiseln: Belohnung ausgesetzt

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Die Suche nach den noch vermissten Geiseln aus Deutschland wird ausgeweitet.

Sanaa - Zwei Deutsche Geiseln sind im Jemen ermordert worden. Das ist mittlerweile traurige Gewissenheit. Von den restlichen sechs Verschleppten fehlt am sechsten Tag nach wie vor jede Spur. Die Suche wird nun ausgeweitet.

Im Jemen ermordet: Anita G. (re.) und Rita S.

In der Provinz Saada wurden mehrere Hubschrauber eingesetzt. Das deutsche Auswärtige Amt bestätigte unterdessen definitiv die Identität einer Deutschen, die von Geiselnehmern ermordet wurde. Bei den noch Vermissten handelt es sich nach Medienberichten um eine Familie aus Sachsen. Zudem wird nach einem Briten gesucht. In der Stadt Saada im Nordjemen versammelten sich Hunderte Menschen zu einer Demonstration und forderten die Festnahme der Kidnapper. Präsident Ali Abdullah Saleh setzte für Hinweise eine Belohnung von 250.000 Dollar aus.

Hunderte Demonstranten forderten im Jemen die Festnahme der Kidnapper.

Außenamtssprecher Jens Plötner erklärte, man wisse nichts über das Schicksal der fünfköpfigen Familie. Zu Forderungen der Geiselnehmer sagte er ebenfalls nichts. Die Zahl der Deutschen, die sich noch im Nordjemen aufhalten, bezifferte er auf “den unteren zweistelligen Bereich“. Er verwies darauf, dass die deutsche Botschaft Kontakt zu Mitgliedern der vermissten Gruppe gehabt und ihnen die einschlägigen Reisewarnungen zur Kenntnis gebracht habe. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU), appellierte an die Entführer, die Geiseln sofort freizulassen. “Sie tun Menschen unfassbares Leid an, die als Freunde des Jemen in Ihr Land gekommen sind“, erklärte er in der “Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Helfer und ihre Familie seien im Land, um Armen und Kranken zu helfen. “Ich appelliere an Ihr Gewissen und Ihre Ehre, die deutsche Familie ebenso wie den britischen Ingenieur in die Heimat zurückkehren zu lassen.“

ap

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