BP erzielt Fortschritt im Kampf gegen Ölpest

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Ein BP-Werbeplakat in New York wurde aus Protest gegen den Konzern, der die Ölpest zu verantworten hat, verschmutzt.

Washington - Obwohl beim Versuch, das lecke Rohr in 1500 Metern Tiefe aufzutrennen, zuerst eine zu stumpfe Säge verwendet worden war, ist der Ölkonzern BP im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko nun einen Schritt weiter.

Das sei dem Unternehmen am Donnerstag aber gelungen, sagte Thad Allen, Einsatzleiter der US-Regierung. BP könne nun versuchen, einen Auffangtrichter auf die Öffnung zu stülpen, um das unablässig aus der Quelle sprudelnde Öl auf ein Schiff zu leiten. Allen sprach von einem “wichtigen Fortschritt“.

Zuvor hatte BP versucht, mit einer robotergesteuerten Hightech-Säge einen sauberen Schnitt in das rund 53 Zentimeter dicke Rohr zu machen, weil der Behälter möglichst lückenlos auf die Öffnung gestülpt werden sollte. Die Diamantsägeblätter erwiesen sich aber als zu stumpf.

Der Konzern benutze darauf eine Metallschere, die ein eher unebenes Loch schnitt. Dadurch werde weiter Öl und Gas am Auffangbehälter vorbei ins Meer strömen, sagte Allen. Zum Stillstand gebracht werden kann der Ölfluss laut BP erst im August, wenn zwei Bohrungen zum Grund der Quelle vier Kilometer unter dem Meeresboden abgeschlossen sind.

In der Zwischenzeit strömen weiter tausende Tonnen Rohöl pro Tag unkontrolliert ins Meer. Das schwarze Gift bedroht die Küsten in vier US-Staaten, darunter kurz vor der Hauptsaison die Touristenhochburg Florida. Die US-Wetterbehörde NOAA vergrößerte die Verbotszone für die Fischerei auf 230 000 Quadratkilometer - eine Fläche, mehr als halb so groß wie Deutschland. Inzwischen sind auch Gewässer vor der Südwest-Küste Floridas Sperrgebiet.

BP-Chef Tony Hayward gab mittlerweile zu, dass sein Konzern auf einen solchen Unfall zu schlecht vorbereitet war. Er entschuldigte sich am Donnerstag in den USA in Fernsh-Werbespots und Zeitungsanzeigen. BP bemüht sich seit Dienstag, das lecke Rohr in 1500 Metern Tiefe abzusägen, um einen Auffangtrichter anzuschließen und das Öl auf ein Schiff abzuleiten.

dpa

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