Studie: Römische Toiletten nicht so hygienisch wie angenommen

+
Blick auf die ausgegrabene antike Bedürfnisanstalt (latrina publica) in Ostia Antica (Italien), der einstigen römischen Hafenstadt. Foto: Kurt Rohwedder

Cambridge (dpa) - Antike Latrinen sollen für die Verbreitung von gefährlichen Krankheitserregern im Römischen Reich verantwortlich gewesen sein. 

Die bisher als Meilenstein der Hygiene gefeierten uralten Toiletten hatten nach Angaben des Anthropologen Piers Mitchell von der britischen Universität Cambridge die Gesundheit der Menschen nicht wesentlich verbessert - sondern eher das Gegenteil bewirkt. Mitchell geht in seiner im Fachjournal "Parasitology" veröffentlichten Studie davon aus, dass sich mit Hilfe der Gemeinschaftstoiletten zum Beispiel der Fischbandwurm im ganzen Reich verbreiten konnte. Ebenso könnte die Entsorgung des Latrineninhalts auf Felder einen verheerenden Kreislauf ausgelöst haben: Möglicherweise hätten sich Parasiten im Boden eingenistet, später sei die infizierte Ernte dann auf Märkten verkauft worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Schwerer Unfall auf der A29

Schwerer Unfall auf der A29

Tutorial: Lauch schneiden und waschen

Tutorial: Lauch schneiden und waschen

Einzelkritik: Caldirola patzt, Belfodil dreht auf

Einzelkritik: Caldirola patzt, Belfodil dreht auf

Lasst Lichter sprechen: Autonome Autos blinzeln und leuchten

Lasst Lichter sprechen: Autonome Autos blinzeln und leuchten

Meistgelesene Artikel

Nach „Irma“: Trump besucht Florida

Nach „Irma“: Trump besucht Florida

Erdbeben in Mexiko: Schule eingestürzt, mehrere Nachbeben, 224 Tote

Erdbeben in Mexiko: Schule eingestürzt, mehrere Nachbeben, 224 Tote

Dieser Schamane denkt, er kann mit Krokodilen schwimmen - kurze Zeit später ist er tot

Dieser Schamane denkt, er kann mit Krokodilen schwimmen - kurze Zeit später ist er tot

Bei Hochzeit und über 30 Grad: Pferd bricht vor Hochzeitskutsche zusammen

Bei Hochzeit und über 30 Grad: Pferd bricht vor Hochzeitskutsche zusammen

Kommentare