Studentenproteste in Wien: Hörsaal besetzt

Wien - Studentenproteste in Wien: Mehrere Hundert Hochschüler haben den größten Hörsaal der Universität Wien besetzt, um auf die schlechten Studienbedingungen aufmerksam zu machen.

Die Studenten hätten den Hörsaal am Donnerstagmittag gestürmt und würden sich seither weigern, das “Audimax“ wieder zu verlassen, berichteten österreichische Medien am Freitag. Unter anderem seien die Streikenden nicht mit der Umstellung der Diplomstudiengänge auf das Bachelor-Master-System einverstanden, hieß es. Kritiker bemängeln schon lange, dass dabei mehr die Berufs- als die wissenschaftliche Ausbildung in den Vordergrund gerückt werde.

Weiter angeheizt wurde der Ärger durch die geplante Einführung von neuen Zugangsbeschränkungen in beliebten Fächern wie Publizistik. Zuletzt hatten sich immer mehr deutsche “Numerus-Clausus-Flüchtlinge“ an den Universitäten des Nachbarlandes eingeschrieben. Die Rektoren mehrerer Unis hatten daraufhin gefordert, wieder Auswahlverfahren für bestimmte Fächer einzuführen, um so die Zahl der Studierenden zu begrenzen.

Die Besetzung habe sich spontan ergeben, berichtete die Zeitung “Die Presse“. Eine Räumung sei zunächst nicht geplant, hieß es im Rektorat. Laut Organisatoren hatten sich Freitag mehr als 1000 Studenten dem Streik angeschlossen. Wie lange die Proteste weitergehen sollen, war unklar.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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