Rasse vom Aussterben bedroht

Mysteriöser Findling: Streunender Welpe entpuppt sich als bedrohte Hunderasse

Ein kleiner Dingo spielt auf einem Teppich und blickt in die Kamera.
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Der kleine Dingo ist für die Wissenschaftler ein Glücksfund.

Eine australische Familie hat durch Zufall eine kleine Sensation in ihrem Hinterhof entdeckt: Was wie ein Hundewelpe aussah, stellte sich wenig später als reinrassiger Dingo heraus.

Wandiligong - Laut wimmerte der kleine Welpe im Hinterhof seiner künftigen Familie, bis diese ihn schließlich entdeckte und zu sich nach Hause brachte. Die Australier gingen zunächst davon aus, dass es sich bei dem Welpen einfach um einen Streuner (*FR berichtete) handelt - doch weit gefehlt. Je länger sie sich mit dem Findling auseinandersetzten, desto mehr zweifelten sie daran, dass er auch tatsächlich ein Hund ist.

Sein Aussehen kam ihnen irgendwie ungewöhnlich für einen Hund vor. Als sich ihre Zweifel nicht aus dem Weg räumen ließen, entschloss sich die Familie, eine hiesige Veterinärin aufzusuchen. Die Ärztin Rebekah Day schickte den rätselhaften Welpen in die Tierklinik Alpine Animal Hospital. Dort wurde das Erbgut des Welpen untersucht, dessen Ergebnisse die Universität von New South Wales auswertete.

Dingo-Welpe: DNA-Sensation als Glücksfund für Wissenschaftler

Weil der kleine Welpe einem Dingo ähnelte, bestand die Australian Dingo Foundation nämlich darauf, seine DNA untersuchen zu lassen. In der Tat stellte sich heraus, dass es sich bei dem Tier um ein Dingo handelt, wie focus.de berichtete. Das Besondere: Es handelt sich bei ihm um einen reinrassigen Dingo - eine Ausnahmeerscheinung, denn in Australien leben viele Hund-Dingo-Mischlinge. Laut dw.com gehen Forscher davon aus, dass Dingos seit mehr als 3.000 Jahren in Australien beheimatet sind. Aller Voraussicht nach stammen Dingos von Haushunden ab* und kamen durch Seefahrer aus Asien auf den australischen Kontinent.

Was den Fund der Familie noch unglaublicher macht, ist die Tatsache, dass es sich bei dem Welpen um einen australischen Alpin-Dingo handelt - laut der Australia and Pacific Science Foundation ist der vom Aussterben bedroht. Umso mehr freut sich die Australian Dingo Foundation über diesen spektakulären Fund, denn sie haben sich den Schutz von Wildhunden auf ihre Fahne geschrieben. Die Vorsitzende der Stiftung, Lyn Watson, sagte in einem Interview mit CNN, dass der kleine Dingo im Zuchtprogramm der Organisation eingesetzt wird, um die bedrohte Dingo-Art zu beschützen. *FR.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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