Streik legt England lahm

London - In Großbritannien hat in der Nacht zum Mittwoch ein 24-stündiger Streik im öffentlichen Dienst begonnen. Rund zwei Millionen Beschäftigte sind aufgerufen, aus Protest gegen Rentenkürzungen die Arbeit niederzulegen.

Krankenschwestern, Rettungssanitäter und Mitarbeiter öffentlicher Verkehrseinrichtungen gehörten zu den Ersten, die sich bereits ab Mitternacht an dem größten Streik seit mehr als 30 Jahren beteiligen. Im Tagesverlauf wird mit erheblichen Einschränkungen gerechnet.

Auch an Europas größtem Flughafen London-Heathrow dürfte es zu Verspätungen kommen. Dort streikt das Abfertigungspersonal an der Passkontrolle. Der Flughafen hatte die Gesellschaften gebeten, ihre Flugzeuge nicht voll zu besetzen, um den Andrang bei der Passkontrolle zu mildern. Zudem könnten bis zu 90 Prozent der Schulen geschlossen bleiben. Auch die Müllabfuhr wird bestreikt.

Die Gewerkschaften kämpfen dagegen, dass die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes künftig ein Jahr länger auf den Ruhestand warten müssen und mehr in die Rentenkassen einzahlen sollen. Die Regierung wirft ihnen vor, damit in wirtschaftlich schweren Zeiten unnötig weitere Probleme zu verursachen.

dpa

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