Straßenverkehr ist in vielen Ländern sicherer geworden

Frankfurt/Main  - Der Straßenverkehr ist laut neuer Statistiken sicherer geworden - und das in vielen Ländern auf der Welt.

Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Unfalldaten aus 33 Ländern, die das Weltverkehrsforum der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris vorgestellt hat. In 30 der von der International Traffic Safety Data and Analysis Group (IRTAD) betrachteten Länder sank die Zahl der Verkehrstoten - in vielen sogar stärker als in den Jahrzehnten zuvor. In Deutschland ging die Zahl der Verkehrstoten seit 2000 um 45 Prozent zurück. 2009 kamen im deutschen Straßenverkehr 4.152 Menschen ums Leben. In anderen Ländern war diese Entwicklung noch ausgeprägter. Portugal verzeichnete von 2000 bis 2009 einen Rückgang der Zahl der Unfalltoten um 55 Prozent und Spanien um 53 Prozent. “Im Vergleich zu den vorangegangenen Dekaden haben wir einen signifikanten Sprung bei der Vermeidung tödlicher Verkehrsunfälle im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts gemacht“, sagte Fred Wegmann, Vorsitzender der IRTAD-Arbeitsgruppe. Deutschland verzeichnete den sechststärksten Rückgang. Nur in drei der untersuchten Länder kamen 2009 mehr Menschen im Straßenverkehr ums Leben als zu Beginn des Jahrzehnts: in Argentinien, Kambodscha und Malaysia. Dem allgemeinen Trend entgegen entwickelte sich allerdings die Zahl der getöteten Motorradfahrer. In 13 der 29 Staaten, die Daten zur Verfügung stellten, nahm die Zahl der Motorradtoten von 2000 bis 2009 teilweise drastisch zu. Zwar gelang es einigen Staaten auch die Zahl toten Zweiradfahrer deutlich zu reduzieren - etwa Portugal um 45 Prozent oder Korea um 39 Prozent -, in Slowenien stieg sie dagegen um 100 und in Finnland sogar um 170 Prozent. “Diese Entwicklung erklärt sich nur zum Teil aus gestiegenen Zulassungszahlen“, sagte Véronique Feypell-de La Beaumelle, Expertin für Verkehrssicherheit beim Weltverkehrsforum. “In Deutschland etwa ist die Zahl der Motorradtoten um fast ein Drittel gesunken, obwohl es sieben Prozent mehr Motorräder gibt als vor zehn Jahren.“

Südkorea am gefährlichsten, Island am sichersten

Das Risiko bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, ist gemessen an den Verkehrstoten pro gefahrene Kilometer in Island, Schweden und Großbritannien am geringsten. Diese Länder verzeichneten im Jahr 2008 auf eine Milliarde zurückgelegte Kilometer die wenigsten Toten. Auf der Vulkaninsel waren es 3,9, in Schweden 5,1 und im Vereinigten Königreich 5,2. Deutschland belegte mit 6,5 Verkehrstoten pro eine Milliarde Kilometer den sechsten Rang unter den 22 Ländern, die gefahrene Kilometer erfassen. Südkorea verzeichnete 20,1 Tote pro Milliarde Kilometer, Tschechien 19,5 und Malaysia 17,7. Während der Verkehr in den industrialisierten Staaten relativ sicher ist, ereignen sich laut Weltverkehrsforum 90 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle in Entwicklungsländern. Ihren Schätzungen zufolge gibt es jährlich weltweit mehr als 1,3 Millionen Unfalltote und 50 Millionen Verletzte.

DAPD

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