Noch Probleme bei der Bahn

Auszeit von der Hitze: Wochenende mit moderaten Temperaturen

Leere Gleise und Bahnsteige sind im Hamburger Hauptbahnhof zu sehen. Nach dem Unwetter in Norddeutschland kommt es weiterhin zu Zugausfällen. Foto: Bodo Marks
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Leere Gleise und Bahnsteige sind im Hamburger Hauptbahnhof zu sehen. Nach dem Unwetter in Norddeutschland kommt es weiterhin zu Zugausfällen. Foto: Bodo Marks
Wie geht es weiter? Reisende warten in Köln am Informationsschalter der Bahn. Foto: Marek Majewsky
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Wie geht es weiter? Reisende warten in Köln am Informationsschalter der Bahn. Foto: Marek Majewsky
"Zug fällt aus" und "Sturmschäden" steht in den frühen Morgenstunden mehrfach auf einer Anzeigetafel im Hauptbahnhof in Hamburg. Foto: Bodo Marks
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"Zug fällt aus" und "Sturmschäden" steht in den frühen Morgenstunden mehrfach auf einer Anzeigetafel im Hauptbahnhof in Hamburg. Foto: Bodo Marks
Eine Unwetterfront zieht im Landkreis Hildesheim auf. Foto: Julian Stratenschulte
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Eine Unwetterfront zieht im Landkreis Hildesheim auf. Foto: Julian Stratenschulte
In langen Schlangen stehen Reisende vor dem Reisezentrum im Hamburger Hauptbahnhof. Foto: Bodo Marks
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In langen Schlangen stehen Reisende vor dem Reisezentrum im Hamburger Hauptbahnhof. Foto: Bodo Marks
Trümmer eines Gerüstes liegen in der Bremer Innenstadt. Am Abend zuvor hatte starker Wind während eines Gewitters das Gerüst an der Liebfrauenkirche umgerissen. Foto: Jörg Sarbach
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Trümmer eines Gerüstes liegen in der Bremer Innenstadt. Am Abend zuvor hatte starker Wind während eines Gewitters das Gerüst an der Liebfrauenkirche umgerissen. Foto: Jörg Sarbach
Einsatzkräfte der Feuerwehr beseitigen die Schäden nach einem Unwetter in Wiesbaden. Foto: Sebastian Stenzel/Wiesbaden112.de
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Einsatzkräfte der Feuerwehr beseitigen die Schäden nach einem Unwetter in Wiesbaden. Foto: Sebastian Stenzel/Wiesbaden112.de

Nach den Unwettern müssen Bahnreisende am Freitag vereinzelt Verspätungen und Zugausfälle hinnehmen. Regen und Sommergewitter haben jedoch nur ein kurzes Gastspiel gegeben. Richtig heiß wird es erstmal aber nicht.

Offenbach/Berlin (dpa) - Mit Sonne und maximal 31 Grad steht Deutschland in weiten Teilen ein entspanntes Sommerwochenende bevor. Vor allem am Samstag bleiben die Temperaturen moderat bei höchstens 27 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte.

Einzig im Norden muss vereinzelt mit Schauern gerechnet werden. Im Süden wird es heiter und sonnig. Am Montag kehrt die Hitze langsam wieder zurück - im Osten kann es örtlich 33 Grad und heißer werden.

Nach dem Unwetter am Donnerstagabend mussten sich Bahnreisende am Freitag auf mehreren Fernverkehrsverbindungen vereinzelt auf Einschränkungen einstellen. Am Morgen war die wichtige Strecke Hamburg-Hannover zeitweise gesperrt. Die Sperrung der Strecke Bremen-Hamburg sollte nach Angaben der Deutschen Bahn am Nachmittag aufgehoben werden.

Reisende auf der Strecke zwischen Berlin und dem Rheinland mussten mit Verspätungen von rund 30 Minuten rechnen. Auch im Regionalverkehr sollten sich Fahrgäste am Freitag auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Für gestrandete Zugreisende hatte das Unternehmen in der Nacht an mehreren Bahnhöfen wie Dortmund, Hamm/Westfalen, Hannover, Braunschweig und Berlin Aufenthaltszüge bereitgestellt.

Am Donnerstag war nach mehreren Tagen ohne Abkühlung eine Unwetterfront über Deutschland gezogen und hatte vor allem im Westen und Norden viele Schäden angerichtet. Mehrere Menschen wurden durch umstürzende Bäume verletzt.

Besonders heftig war der Sturm am Donnerstag im Raum Hannover und an der Nordsee, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am frühen Freitagmorgen sagte. An der Küste seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern gemessen worden. Wegen der Gewitterfront war am Donnerstagnachmittag an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt für etwa eine halbe Stunde der Betrieb eingestellt worden.

Trotz der Unwetter ist die Trockenheit der vergangenen Wochen nach wie vor ein großes Problem. Der Landkreis Kassel hat verboten, Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen zur Bewässerung zu entnehmen, damit sich die Lebensbedingungen für Fische und andere Organismen nicht weiter verschlechtern. Wer sich nicht an das Verbot halte, müsse mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen. In Oberbayern kämpfte die Feuerwehr am Freitag weiter gegen einen Brand im Bergwald.

Das Bundesumweltministerium hofft angesichts von Hitze, Dürre und Unwettern in diesem Sommer auf ein Umdenken für mehr Klimaschutz in der Bevölkerung und in der Regierung. "Erstmals ist es ja jetzt in diesem Sommer so, dass das Thema in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird", sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth am Freitag im "SWR2 Tagesgespräch".

Nach dem ZDF-Politbarometer hält eine überwiegende Mehrheit der Deutschen die wochenlange Hitze für nicht mehr normal. 68 Prozent der Befragten sehen die hohen Temperaturen als eine Folge des Klimawandels. Für 28 Prozent liegt die Hitze im Bereich üblicher Wetterschwankungen.

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