Kaprun-Unglück: Ärger mit Staatsanwaltschaft

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Bergungsarbeiter inspizieren die verbrannten Reste der Gletscherbahn im Tunnel am Kitzsteinhorn in Kaprun.

München - Der Bayerische Rundfunk (BR) erhebt Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft in Linz. Sie behindere Recherchen über den Brand in der Kapruner Gletscherbahn.

Bei dem Unglück im November 2000 kamen 155 Menschen ums Leben. “Bei Recherchen zum Seilbahnunglück in Kaprun hat die Oberstaatsanwaltschaft Linz massiv interveniert“, hieß es in einer BR-Mitteilung vom Donnerstag in München.

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Neue Forderungen von Anwalt der Kaprun-Opfer

Wegen einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft sei dem Drehteam des BR-Politikmagazin “Kontrovers“ der Zutritt zur Asservatenkammer in Salzburg verwehrt worden - obwohl der zuständige Salzburger Richter eine Drehgenehmigung erteilt habe. In der Kammer lagern nach BR- Angaben Beweisstücke aus der Kapruner Unglücksbahn.

“Ich bin entsetzt, dass man uns den Zutritt verweigert“, kritisierte der Anwalt der Kapruner Opfer, Gerhard Podovsovnik. “Da frage ich mich: Was hat der Staat zu vertuschen.“ In einem Brief an den österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann, der dem BR vorliege, fordere der Anwalt, “endlich mit dem Filz in Kaprun aufzuräumen und eine unbefangene Staatsanwaltschaft zu betrauen“ und den Rücktritt der österreichischen Justizministerin Claudia Bandion-Ortner.

dpa

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