Nach Einschlag im Ural-Gebirge

Russen fallen auf Fake-Video von Meteorit rein

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Diese Aufnahmen sollen den brennenden Meteoriten-Krater bei Tscheljabinsk zeigen: ein Fake.

Moskau - Ein russischer TV-Sender hat ein Video vom vermeintlichen Meteoriten-Krater bei Tscheljabinsk gezeigt - und sich damit zum Gespött gemacht: Denn die gezeigten Bilder sind mehrere Jahre alt.

Peinliche Recherche-Panne: Nach dem Meteoriten-Einschlag im Umkreis der russischen Stadt Tscheljabinsk hatte der russische Fernsehsender Perwy Kanal, der zum staatlichen Konzern "Nationale Mediengruppe" gehört, in seiner Nachrichtensendung ein Video "des Einschlag-Kraters" gezeigt. Die wenige Sekunden lange Sequenz zeigt ein kreisrundes Loch voll glühender Lava.

Inzwischen zeigt der Sender Aufnahmen vom Tscherbakul-See, wo ein Splitter des Meteoriten eingeschlagen haben soll.

Die Aufnahmen zeigen tatsächlich einen Krater, jedoch nicht die Einschlagsstelle des Meteoriten, der am Freitagvormittag gegen 9.30 Uhr im Uralgebirge einschlug. Die Aufnahmen von dem Lava-Loch sollen bereits seit 2007 im Netz umhergeistern, berichtet "Spiegel Online" in einem Video. Der offenbar schlecht recherchierte Nachrichten-Beitrag des TV-Senders fand nun ebenfalls seinen Weg ins Internet und wird auf der Videoplattform YouTube verspottet: "Perwy Kanal ist so dumm, dass er vor dem Veröffentlichen nicht mal überprüfen kann, ob das Video echt ist oder nicht", schreibt ein User. Ein anderer meint zu wissen, dass die Sequenz bereits vor fünf Jahren in einem anderen Beitrag gezeigt wurde. Zwar hatte der Nachrichtensprecher die Aufnahme lediglich mit der Aussage kommentiert, dies könnte "die Einschlagsstelle eines Weltraumobjekts" sein. Die Häme der Zuschauer ist ihm jedoch trotzdem sicher. 

Meteorit schlägt in Russland ein

Meteorit schlägt in Russland ein

Auf der Internetseite des kremltreuen Senders ist inzwischen ein aktualisiertes Video zu sehen: Darin wird ein kreisrundes Loch in der Eisdecke des Tscherbakul-Sees gezeigt, in dem ein Splitter des Meteoriten niedergegangen sein soll.

est

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