Sondersitzung der UN-Vollversammlung

Hilfszusagen für Pakistan aufgestockt

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Die Staatengemeinschaft beschloss in einer Sondersitzung der UN-Vollversammlung die Hilfe für Pakistan aufzustocken.

New York - Bei einer Sondersitzung der Vereinten Nationen zur Hochwasserkatastrophe in Pakistan haben zahlreiche Länder ihre Hilfszusagen am Donnerstag deutlich erhöht.

Die von den UN angestrebte Soforthilfe in Höhe von 460 Millionen Dollar (360 Millionen Euro) dürfte damit erreicht worden sein. Die USA als größtes Geberland wollten zusätzliche 60 Millionen Dollar aufbringen, erklärte US-Außenministerin Hillary Clinton. Der Beitrag Washingtons erhöht sich damit auf mehr als 150 Millionen Dollar.

Die EU hob ihre Zusagen auf mehr als 180 Millionen Dollar an. Großbritannien kündigte eine Verdoppelung seiner Hilfe auf fast 100 Millionen Dollar an, zusätzlich zu 25 Millionen an öffentlichen Spenden. Deutschland erhöhte seine Hilfszusagen auf 32 Millionen Dollar. Zu Beginn der Sondersitzung hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Vollversammlung eindringlich um eine stärkere Unterstützung der Flutopfer gebeten.

Mehr Hilfe nötig als bei Tsunami

Die Weltgemeinschaft müsse noch großzügiger sein als nach dem Tsunami 2004 im Indischen Ozean oder dem Erdbeben in Haiti Anfang des Jahres, da das Hochwasser eine noch größere “globale Katastrophe“ sei, forderte Ban. Nach Angaben der pakistanischen Regierung benötigen 20 Millionen Menschen Unterkunft, Nahrungsmittel und Wasser. “Eine Katastrophe wie diese hat die Welt bisher kaum gesehen“, sagte Ban, und entsprechend umfangreich müsse die Hilfe ausfallen. “Pakistan braucht eine Flut von Unterstützung.“

Vor der Sitzung hatten Geberländer die Hälfte der Summe zugesagt, um die die UN zur Versorgung von acht Millionen Flutopfern in den kommenden drei Monaten gebeten hatten. Ban betonte aber, die gesamte Summe sei sofort nötig - und viel mehr werde später noch gebraucht. Der pakistanische Außenminister Shah Mahmood Qureshi sagte nach der Sondersitzung, ihm sei versichert worden, dass das Ziel von 460 Millionen Dollar erreicht werde, darunter mehr als 100 Millionen von Saudi-Arabien.

Jeder zehnte Pakistaner sei durch die Flut völlig mittellos geworden, sagte Qureshi. Feldfrüchte im Wert von Milliarden Dollar seien vernichtet worden, und da der Monsun anhalte, werde sich die Lage vermutlich noch verschlimmern.

Edith Lederer

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