"Sperma-Jägerinnen": Behörden alarmiert

Simbabwe - Kriminelle Frauen-Gangs schocken die Bevölkerung im südlichen Afrika. Sie verabreichen Männern Substanzen und vergewaltigen sie mit dem Ziel, an Sperma zu gelangen. Warum verüben sie diese grausamen Taten?

Susan Dhliwayo wollte nur hilfsbereit sein, als sie einer Gruppe Tramper in Simbabwe anbot, sie in ihrem Auto mitzunehmen. Die Männer sollen jedoch abgelehnt haben - aus Angst vor einem Überfall. "Heute fürchten sich Männer vor Frauen. Sie haben gesagt: 'Wir können nicht mit dir mitfahren, weil wir dir nicht vertrauen'", erzählt Dhliwayo. Diese unglaubliche Geschichte veröffentlichte der britische Telegraph.

Demnach berichten lokale Medien von männlichen Opfern, die auf der Straße betäubt und dann mit Waffen, Messern oder lebendigen Schlangen bedroht werden. Die Frauen würden ihnen danach Potenzmittel verabreichen und sie mehrmals zum Sex zwingen. Während die Vergewaltigten am Straßenrand liegen gelassen werden, sollen die sogenannten "Sperma-Jägerinnen" mit den benutzten Kondomen flüchten.

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Warum die Frauen auf das Sperma aus sind, sei nicht klar. Es wird vermutet, dass es bei traditionellen Ritualen Glück bringen soll - von positivem Schicksal über eine erfolgreiche Karriere bis hin zum Schutz vor kriminellen Überfällen. Auch die Frage, warum sich die Frauen das Sperma von fremden Männern holen, ist offen. "Es ist wirklich eine verwirrende Angelegenheit", sagt der Soziologe Watch Ruparanganda. Er glaube, dass es sich für die Frauen um ein lukratives Business handle.

Die "Sperma-Jägerinnen" tauchten bereits 2009 in der lokalen Presse auf. Bis jetzt sollen jedoch nur drei Frauen gefasst und verhaftet worden sein. Eine Plastiktüte mit 31 benutzten Kondomen habe die Kriminellen im vergangenen Oktober entlarvt. Laut Polizeisprecher Wayne Bvudzijena schlagen die Frauen meistens zu, "wenn die Opfer getrampt und in private Fahrzeuge eingestiegen sind. Wir raten den Menschen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen."

Auch einer der afrikanischen Tramper äußerte sich zu den brutalen Verbrechen. "Natürlich haben wir Angst", sagte der 26-Jährige. Er selbst würde zu keiner Frau ins Auto einsteigen. "Auch wenn sie alt ist, können wir es nicht."

msa

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