Ursache unklar

Zug entgleist: Mehrere Tote in Spanien

+
Bei dem Unglück kamen mindestens zwei Menschen ums Leben.

Vigo - Erneut ein Zugunglück in Galicien: Im nordspanischen O Porriño entgleist eine Bahn. Es gibt Tote und Verletzte. 

Nach der Entgleisung eines Zuges im Nordwesten Spaniens am Freitag ist der Zahl der Toten gestiegen. Es gebe vier Todesopfer und insgesamt 50 Verletzte, teilten die Behörden von Galicien mit. Einer von diesen schwebe in Lebensgefahr. In dem Zug auf dem Weg vom spanischen Vigo in die portugiesische Hafenstadt Porto waren demnach etwa 65 Menschen unterwegs gewesen.

Auf Bildern vom Unglücksort war zu sehen, dass der Vorderteil des Zuges schwer beschädigt war. Ein Waggon lag auf der Seite. Ein Strommast kippte auf den Zug. Das Unternehmen Adif, das in Spanien für die Gleisstrecken zuständig ist, teilte mit, das Unglück habe sich gegen 09.30 Uhr ereignet, kurz bevor der Zug im Bahnhof von O Porriño einfahren sollte. 

Viele Menschen hätten Prellungen und Quetschungen erlitten. Demnach wurden 47 Zuginsassen ins Krankenhaus gebracht. In einer nahegelegenen Cafeteria sei eine Rettungsstelle eingerichtet worden. Etwa ein Dutzend Krankenwagen sowie zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz.

Das berichtet ein Augenzeuge 

Die spanische Bahngesellschaft teilte mit, der Zug und der Zugfahrer, der sich unter den Toten befinden soll, stammten aus Portugal. Der Bahnverkehr in der Region sei unterbrochen worden.

Der Augenzeuge Ramón González sagte dem TV-Sender Antena 3, der Zug sei sehr schnell gefahren. „El Mundo“ berichtete, er stamme aus den 80er Jahren und habe eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern gehabt. Plötzlich habe es einen ohrenbetäubenden Knall gegeben, so der 65-jährige Augenzeuge, der an einer Bahnschranke wartete: „Es gab eine Explosion und dann stieg eine riesige Rauchwolke auf. Man konnte nichts mehr sehen.“ Viele Menschen seien sofort zum Zug gelaufen, um den Passagieren zu helfen.

Arbeiten auf der Strecke als Unfall-Ursache?

Die Unglücksursache sei noch nicht bekannt, sagte Manuel Carrera, ein Stadtrat von O Porriño, den die Nachrichtenagentur AFP telefonisch am Unglücksort erreichte. Die Behörden leiteten Ermittlungen zur Unglücksursache ein. Möglicherweise habe es auf der Strecke Arbeiten gegeben, zitierten Medien die Stadtverwaltung von O Porriño. Die Daten der aus den Trümmern geborgenen Blackbox sollten bei der Klärung der Hintergründe helfen, so die Ermittler.

Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy bekundete über den Kurznachrichtendienst Twitter seine "Trauer" und seinen "Schmerz" über das Unglück. Er stammt selbst aus Galicien.

Im Juli 2013 hatte sich in der Nähe des nordspanischen Wallfahrtsortes Santiago de Compostela das schwerste Zugunglück in Spanien seit dem Zweiten Weltkrieg ereignet. Als Konsequenz aus dem Unglück mit etwa 80 Toten kündigte die spanische Regierung an, das gesamte Schienennetz des Landes auf seine Sicherheit hin zu überprüfen.

Schweres Zugunglück in Spanien - Bilder

afp/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

B6-Baustelle an Waldkater-Kreuzung in Melchiorshausen

B6-Baustelle an Waldkater-Kreuzung in Melchiorshausen

Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

„King Charles III“ in der Stadthalle Verden

„King Charles III“ in der Stadthalle Verden

Feuerwerk der Turnkunst

Feuerwerk der Turnkunst

Meistgelesene Artikel

US-Kampfjet-Pilot zeichnet riesiges Geschlechtsteil an den Himmel - Militär stinksauer

US-Kampfjet-Pilot zeichnet riesiges Geschlechtsteil an den Himmel - Militär stinksauer

Überschwemmungen in Griechenland - mindestens 15 Tote

Überschwemmungen in Griechenland - mindestens 15 Tote

Schweres Busunglück in Kolumbien: Mindestens 14 Tote

Schweres Busunglück in Kolumbien: Mindestens 14 Tote

Teurer Tropfen: Whisky im Wert von mehr als 650.000 Euro in Paris gestohlen

Teurer Tropfen: Whisky im Wert von mehr als 650.000 Euro in Paris gestohlen

Kommentare