Somalische Piraten greifen Öltanker an

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Die Piraten feuerten Granaten auf den Tanker ab (Symbolbild).

Nairobi/Mogadischu - Somalische Piraten haben mit Gewehren und Panzerfäusten nordöstlich der Seychellen einen 330 Meter langen Öltanker angegriffen.

Die Seeräuber machten mit zwei Schnellbooten Jagd auf die “BW Lion“, ein unter Hongkong-Flagge fahrendes Schiff, berichtete ein Sprecher der EU-Marine-Einsatzgruppe Atalanta. Die Piraten feuerten Granaten auf den Tanker ab, der aber nach einigen Ausweichmanövern beschleunigen und entkommen konnte.

Knapp 1000 Seemeilen von der somalischen Hauptstadt Mogadischu entfernt war dies nach Atalanta-Angaben der bisher am weitesten von der somalischen Küste entfernte Kaper-Versuch. Ein auf den Seychellen stationiertes luxemburgisches Aufklärungsflugzeug nahm die Suche nach den Seeräubern auf.

Sieben mutmaßliche Piraten, die nach einem Angriff auf einen französischen Fischtrawler Ende Oktober von der Besatzung der deutschen Fregatte Karlsruhe, die ebenfalls zur Atalanta-Gruppe gehört, festgenommen wurden, wurden am Montag an die kenianischen Behörden übergeben. Nach einem Abkommen zwischen der EU und Kenia soll der Prozess gegen die Männer in dem ostafrikanischen Land geführt werden. In Mombasa sitzen bereits mehrere somalische Piraten in Untersuchungshaft.

dpa

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