Sohn zu Tode misshandelt: US-Soldat vor Gericht

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Ein 22-jähriger US-Soldat steht in Spangdahlem vor einem Militärgericht. Er soll seinen acht Monate alten Sohn zu Tode mißhandelt haben.

Spangdahlem - Ein 22-jähriger US-Soldat muss sich im rheinland-pfälzischen Spangdahlem vor einem Militärgericht verantworten. Er soll seinen Sohn heftig geschlagen und zu Tode geschüttelt haben.

Ein amerikanischer Soldat soll seinen acht Monate alten Sohn mehrfach so heftig geschlagen und geschüttelt haben, dass dieser starb. Seit Montag muss sich der 22-Jährige vor einem Militärgericht auf dem US-Flugplatz Spangdahlem (Rheinland-Pfalz) verantworten.

Dem Mann werden Totschlag, Misshandlung und Körperverletzung vorgeworfen, sagte Major Mark Hoover. Die Tat geschah Ende Oktober 2010. Bislang hat sich der Mann nicht zu den Vorwürfen geäußert. Als US-Soldat unterliegt er der amerikanischen Militärgerichtsbarkeit.

Die Ehefrau des Mannes und Mutter des Kindes wurde Anfang Mai zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Landgericht Trier sprach sie der Misshandlung und Körperverletzung mit Todesfolge, jeweils durch Unterlassen, schuldig.

Die 23-jährige Amerikanerin habe nicht verhindert, dass ihr Mann den Jungen am Wohnort in Spangdahlem in der Eifel zu Tode misshandelt habe. Am Montag hörte der Soldat regungslos zu, als einer der beiden Ankläger die Vorwürfe gegen ihn vortrug. Das Hauptverfahren geht vom 27. Juni bis zum 8. Juli.

dpa

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