Sohn sechs Jahre lang in Ketten gelegt

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Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad.

Riad - Weil er laut eines Religionsgelehrten von einem weiblichen Geist besessen gewesen sein soll, hat eine Familie ihren Sohn sechs Jahre lang in Ketten gelegt. Der Grund für seine Anfälle war ein anderer.

Ein junger Mann aus Saudi-Arabien lebt in der Wohnung seiner Mutter seit sechs Jahren angekettet auf einem Bett. Seine Eltern hatten ihren heute 29 Jahre alten Sohn Turki damals auf Anraten eines islamischen Religionsgelehrten festgebunden, weil sie glauben, er sei von einem weiblichen Geist besessen.

Der Vater des jungen Mannes sagte der Zeitung “Arab News“ vom Donnerstag, weder Ärzte noch Religionsgelehrte seien bisher in der Lage gewesen, eine überzeugende Diagnose zu stellen. Wenn sein Sohn einen Anfall habe, zucke sein gesamter Körper, “aus seinem Mund kommt dann die Stimme einer Frau“. Er habe früher unter ähnlichen Anfällen gelitten, bis ein Scheich seine merkwürdige Krankheit geheilt habe.

Nach Angaben der Zeitung lebt der junge Mann in der Pilgerstadt Mekka in einer Zwei-Zimmer-Wohnung zusammen mit seiner Ehefrau, seiner geschiedenen Mutter und drei Geschwistern.

dpa

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