Wie ein heller Stern

So sehen Sie die Internationale Raumstation ISS am Himmel

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Die Internationale Raumstation ISS.

Berlin - Die Internationale Raumstation ISS ist unter gewissen Voraussetzungen mit bloßem Auge am Himmel zu erkennen.

Mit ihrer Spannweite von 109 Metern reflektiert sie das Sonnenlicht. Beobachtet werden kann sie nur früh morgens oder am Abend, wenn sie sich weder auf der anderen Erdseite noch im Erdschatten befindet. In 400 Kilometern Höhe braucht die Station bei einer Geschwindigkeit von 28.800 Stundenkilometern rund 90 Minuten, um die Erde zu umkreisen. Sie sieht dabei aus wie ein Flugzeug oder ein heller Stern, der sich grob gesehen von West nach Ost bewegt.

Ob die ISS zu sehen ist, hängt sowohl vom Standort des Beobachters - am besten besonders dunkel - ab, als auch davon, wie sehr die Station das Sonnenlicht reflektiert. Die Helligkeit von Himmelskörpern wird in Magnituden gemessen: Je weiter der Wert ins Negative reicht, umso heller ist das Objekt. Für die Sonne werden etwa minus 26 Magnituden gemessen, für den Vollmond minus 13. Im günstigsten Fall erreicht die ISS einen Wert von weniger als minus 5 Magnituden und strahlt damit mehr als der hellste Stern Sirius (minus 1) oder die Venus als hellster Planet (minus 4).

Wann kann man die ISS in Deutschland sehen?

Erst wenn die ISS mindestens in einem Winkel von 10 Grad über dem Horizont steht, stören den Beobachter keine Lichtquellen der Erde mehr. Ab Ende Januar kann die ISS in weiten Teilen Deutschlands jeden Abend mindestens ein Mal am Himmel beobachtet werden - manchmal auch nach rund 90 Minuten ein zweites Mal. Zuweilen erscheint sie nur für Sekunden, an manchen Tagen aber auch mehrere Minuten lang. In der Regel rückt die Station ungefähr im Südwesten ins Blickfeld und ist meist bis in den Südosten zu sehen.

In Berlin etwa kann man die ISS für rund fünf Minuten am 3. Februar ab 17.25 Uhr sehen - zuerst in Südsüdwest, dann steigt sie bei einer Magnitude von minus 1,5 bis 23 Grad über den Horizont und sinkt im Osten unter 10 Grad. In München ist die ISS mit Magnituden von weniger als minus 3 für jeweils etwa vier Minuten am 31. Januar (18.24 Uhr), 2. Februar (18.17) und 4. Februar (18.10) zu beobachten.

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dpa

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