Shuttle-Start am Montag - nur noch wenige Flüge

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Das Space Shuttle „Atlantis“ wartet auf den Start im Raumfahrtzentrum von Cspe Canaveral.

Cape Canaveral - Es ist einer der letzten Flüge eines Space Shuttles, bevor die US-Raumfähren im nächsten Jahr eingemottet werden: Wenn an diesem Montag (20.28 Uhr MEZ) die "Atlantis" mit sechs Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS aufbricht, ist sie vor allem als Packesel gefragt.

Der Orbiter befördert mehr als zwölf Tonnen Ersatzteile ins All. Zum letzten Mal wird ein Space Shuttle mit der US-Astronautin Nicole Stott ein ISS-Besatzungsmitglied zurück zur Erde bringen. Am Wochenende gab die US-Weltraumbehörde NASA grünes Licht für den Start.

Mit die wichtigste Aufgabe während des insgesamt zwölftägigen Fluges: zwei jeweils 20 Quadratmeter große, mit Ersatzteilen und Instrumenten vollgepackte Paletten aus dem Laderaum des Shuttle hieven und an der ISS festschrauben. Dabei ist etwa ein Gerät, das die Station auf der richtigen Höhe hält und ein Ersatz-Greifer für den meterlangen Roboterarm.

Laut NASA sind bei der Mission nur insgesamt drei Außeneinsätze der Astronauten vorgesehen. Bei den ersten beiden sollen eine neue Antenne, ein Überwachungsmodul für den Schiffsverkehr und ein Messgerät für die elektrische Aufladung der Station angebracht werden. Beim dritten Ausstieg steht die Installation eines Gastanks auf dem Programm, der Außeneinsätze künftig erleichtern soll.

Nach der Mission der "Atlantis", die nach bisherigen Plänen am 27. November wieder zur Erde zurückkehren soll, stehen nur noch fünf weitere Flüge von Space Shuttles an. Der nächste ist für Februar geplant, bei dem unter anderem das letzte amerikanische ISS-Modul zur Raumstation gebracht werden soll.

Bei den vergangenen Missionen war es wegen technischer Probleme der alternden Raumfähren immer wieder zu Startverschiebungen gekommen. Die NASA arbeitet bereits an der nächsten Generation von Raumfahrzeugen, die jedoch frühestens ein Jahr nach dem Ende der Shuttle-Flüge einsatzbereit sein werden. In der Zwischenzeit sind die USA von russischen Mitfluggelegenheiten zur ISS abhängig, was besonders unter Konservativen für Verdruss sorgt.

dpa

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