Es war ein Gefallen für lesbische Freundinnen

Schwuler Samenspender muss Unterhalt zahlen

London - Behörden haben einen schwulen Samenspender zu Unterhaltszahlungen verdonnert. Dabei wollte er zwei lesbischen Freunden nur einen Gefallen tun. Jetzt kämpft der "Vater wider Willen" um sein Recht.

Mark L. und sein Partner wollten nie Kinder. Das schwule Paar lebt seit inzwischen 17 Jahren zusammen und hatte diese Frage schon früh für sich geklärt. Als jedoch 1997 zwei befreundete Lesben um eine Samenspende baten, weil sie so gerne eine Familie gründen wollten, hielt das der heute 47-Jährige für eine nette Idee und ließ sich darauf ein. Das berichtet die "Daily Mail" in ihrer Onlineausgabe.

Heute bereut Mark L. diese Entscheidung. Zwar hat eine der Frauen zwei Mädchen auf die Welt gebracht, deren leiblicher Vater er nun ist. Doch nun, da die Beziehung des lesbischen Pärchens zerbrochen ist, soll er plötzlich für den Unterhalt der Kinder aufkommen. Das fordert keineswegs die nun alleinerziehende Mutter, sondern die britischen Behörden. Für die ist entscheidend, dass es keine offiziellen und rechtlich wasserdichten Dokumente gibt, die ihn von den Zahlungen entbinden.

"Opfer eines vom Staat finanzierten Erpressungs-Plots"

Der 47-Jährige argumentiert aber, dass er vor seiner Spende eingehend habe prüfen lassen, ob sich die Frauen die beiden Kinder leisten können. Außerdem habe er in den dreizehn Jahren seit deren Geburt kaum Kontakt mit den Mädchen gehabt, war nie in Erziehungsfragen zu Rate gezogen oder in das Familienleben eingebunden worden.

"Ich fühle mich wie das Opfer eines vom Staat finanzierten Erpressungs-Plots...Ich habe damals aus Liebenswürdigkeit gehandelt und jetzt soll ich dafür zahlen", zitiert die "Daily Mail" den verzweifelten 47-Jährigen. Die einzige Chance, die Mark L. bleibt, ist vor Gericht zu ziehen. Doch das würde ihn mindestens 60.000 Pfund kosten - Geld, das er nicht hat.

mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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