Schwimmerin (62) bricht Rekordversuch ab

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Auch beim vierten Anlauf waren die Quallen und das Wetter gegen Diana Nyad

Havanna - Es war Diana Nyads vierter Versuch, die Meerenge zwischen Kuba und Florida ohne schützenden Haifischkäfig zu durchschwimmen. Doch Sturm und Quallen machten ihn ihr zunichte.

Die amerikanische Extremschwimmerin hat auch ihren vierten Versuch aufgegeben, von Kuba nach Florida ohne schützenden Haikäfig zu schwimmen. Sturm, Blitze und Quallen setzten dem Unternehmen nach fast 42 Stunden ein Ende, wie die Schwimmerin am Dienstag in ihrem Blog mitteilte. Dabei sei sie diesmal weiter gekommen, als bei allen bisherigen Versuchen. Besonders schmerzlich: Ausgerechnet einen Tag vor ihrem 63. Geburtstag warf sie das Handtuch.

Ein zweiter Sturm habe sich in dem Gebiet zusammengebraut, allein in der letzten Nacht habe sie neun Mal mit giftigen Quallen zu tun gehabt, außerdem hätten sich Haie genähert. Sie selbst habe zwar weitermachen wollen, doch etwa viertel vor eins in der Frühe habe man das Unternehmen beendet.

Die 62-Jährige war am Samstag in Kuba aufgebrochen und wollte die 160 Kilometer lange Strecke in rund 60 Stunden hinter sich bringen. Sie hätte an der US-Inselkette Florida Keys ankommen sollen. Mit der Aktion verfolgte Nyad nach eigenen Angaben ihren Traum, Kuba und den US-Staat Florida symbolisch zu verbinden.

Den ersten Versuch hatte sie 1978 unternommen. Raue See zwang sie damals zum Aufhören. Den zweiten Versuch hatte sie abbrechen müssen, weil sie an Schulterschmerzen und Asthma litt. Der dritte Versuch scheiterte, weil sie mit Quallen in Berührung kam und sich Verbrennungen zuzog.

Erst Anfang Juli dieses Jahres war auch die Australierin Jenny Palfrey bei ihrem Versuch gescheitert, die Meerenge zwischen Kuba und Florida ebenfalls ohne Haikäfig zu durchschwimmen. Ihrer Landsmännin Susie Maroney war es 1997 im Alter von 22 Jahren gelungen, von Kuba aus Florida zu erreichen - allerdings geschützt mit einem Haikäfig.

dpa

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