Stärke 7,0

Schweres Erdbeben in Mexiko-Stadt - mindestens 49 Tote

Ein Erdbeben erschütterte Mexiko-Stadt am Dienstag.
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Ein schweres Erdbeben hat die mexikanische Hauptstadt Mexiko-Stadt am Dienstag erschüttert. Dabei starben mindestens 49 Menschen.

Mexiko-Stadt - Genau am Jahrestag des schweren Erdbebens von 1985 ist Mexiko erneut von einem heftigen Beben erschüttert worden. Das Zentrum lag neuesten Angaben zufolge nur rund 120 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt.

Dabei sind sind mindestens 49 Menschen getötet worden. Allein 42 Menschen seien im Bundesstaat Morelos gestorben, wie Gouverneur Graco Ramírez mitteilte. Zwei Menschen starben in der Hauptstadtregion Mexiko-Stadt, teilten die Behörden des Bundesstaates México mit, in dem auch die Hauptstadt liegt. Laut Medienberichten kamen weitere fünf Menschen im Bundesstaat Pueblas um. Augenzeugen berichteten von in Trümmern verschütteten Menschen und eingestürzten Gebäuden, weshalb mit größeren Opferzahlen zu rechnen sei. Die Stärke wurde nach neuen Angaben mit 7,0 angegeben.

Ein dpa-Reporter berichtete von stark schwankenden Gebäuden in der Hauptstadt und Gasgeruch. Tausende verängstigte Menschen seien auf die Straßen und Plätze geflüchtet.

Die Regierung hat die Menschen aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Innenminister Miguel Osorio Chong rief die Bevölkerung auf, den Anweisungen des Zivilschutzes Folge zu leisten. Präsident Enrique Peña Nieto berief am Dienstagmittag (Ortszeit) eine Sitzung des nationalen Notfallrats ein, „um die Situation zu bewerten und um Maßnahmen zu ergreifen“, wie er bei Twitter mitteilte.

Katastrophenalarm ausgelöst

In Mexiko-Stadt ist ein Katastrophenalarm für den gesamten Großraum ausgelöst worden. Der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, warnte die Menschen am Dienstagmittag (Ortszeit) davor, Aufzüge zu benutzen und forderte, keine Gerüchte zu verbreiten. Augenzeugen berichteten von schweren Schäden und eingestürzten Gebäuden.

Der Internationale Flughafen cancelte vorerst alle Flüge. Die Universität von Mexiko-Stadt teilte via Twitter mit, dass alle Kurse und Veranstaltungen bis auf Weiteres ausfallen, um die Gebäude auf Schäden zu untersuchen. Auch in Schulen soll der Unterricht vorerst ausfallen.

Fernsehberichten zufolge seien vermutlich Menschen unter Trümmern verschüttet worden. Außerdem zeigten Medien im Internet Bilder, wie Menschen mit bloßen Händen schwere Trümmer von Straßen und Gehwegen räumten und nach Verletzten suchten. Über Opfer gab es zunächst keine Berichte.

Erst am 07. September bebte die Erde

Erst am 7. September waren bei einem Beben der Stärke 8,2 rund 100 Menschen umgekommen, dabei lag das Zentrum aber im Pazifik und war in Mexiko-Stadt längst nicht so stark zu spüren. Danach gab es weit über tausend Nachbeben.

Bei einem der schwersten Beben in der Geschichte Mexikos waren vor genau 32 Jahren fast 10 000 Menschen ums Leben gekommen, damals wurde Mexiko-Stadt stark getroffen.

Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Der Großteil der Landmasse liegt auf der sich westwärts bewegenden nordamerikanischen Erdplatte. Unter diese schiebt sich die langsam nach Nordosten wandernde Cocosplatte. Der Boden des Pazifischen Ozeans taucht so unter die mexikanische Landmasse ab. Das führt immer wieder zu Erschütterungen an der Südküste Mexikos.

dpa

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