Stärke von 7,1

Mindestens 49 Tote bei Erdbeben in Mexiko

Rettungskräfte und Freiwillige suchen in den Trümmern eines eingestürzten Hauses in Mexiko-Stadt nach Verschütteten. Foto: Rebecca Blackwell
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Rettungskräfte und Freiwillige suchen in den Trümmern eines eingestürzten Hauses in Mexiko-Stadt nach Verschütteten. Foto: Rebecca Blackwell
Überreste eines durch das erneute Erdbeben beschädigte Haus in Mexiko-Stadt. Foto: Rebecca Blackwell
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Überreste eines durch das erneute Erdbeben beschädigte Haus in Mexiko-Stadt. Foto: Rebecca Blackwell
Räumungsarbeiten in Mexiko-Stadt. Foto: Rebecca Blackwell
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Räumungsarbeiten in Mexiko-Stadt. Foto: Rebecca Blackwell
Trümmer vor einem Gebäude in Mexiko-Stadt. Foto: Rebecca Blackwell
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Trümmer vor einem Gebäude in Mexiko-Stadt. Foto: Rebecca Blackwell
Eine Frau wird nach dem erneuten Erdbeben in Mexiko-Stadt getröstet. Genau am Jahrestag des schweren Erdbebens von 1985 wurde die Millionenmetropole erneut von einem heftigen Beben erschüttert. Foto: Rebecca Blackwell
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Eine Frau wird nach dem erneuten Erdbeben in Mexiko-Stadt getröstet. Genau am Jahrestag des schweren Erdbebens von 1985 wurde die Millionenmetropole erneut von einem heftigen Beben erschüttert. Foto: Rebecca Blackwell
Alles überlebt: Eine Frau meldet sich in Mexiko-Stadt bei ihren Liebsten. Foto: Rebecca Blackwell
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Alles überlebt: Eine Frau meldet sich in Mexiko-Stadt bei ihren Liebsten. Foto: Rebecca Blackwell

Vor 32 Jahren starben bei einem Erdbeben fast 10 000 Menschen in Mexiko. Kurz nach einer Katastrophenübung aus Anlass des Jahrestages bebt es wieder in dem Land. Besonders betroffen: Die Hauptstadt.

Mexiko-Stadt (dpa) - Verzweifelte Menschen, eingestürzte Gebäude, Rauchschwaden und Staubwolken über der Millionenmetropole: Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat Mexiko-Stadt am Dienstag schwer getroffen und womöglich viele Opfer gefordert. Zunächst wurden 49 Todesopfer bestätigt.

Allein 42 Menschen seien im Bundesstaat Morelos gestorben, wie Gouverneur Graco Ramírez mitteilte. Zudem wurden bisher sieben Todesopfer aus anderen Regionen gemeldet, in der Hauptstadt Mexiko-Stadt stürzten mehrere Gebäude ein.

Es wurden Erinnerungen an das Erdbeben auf den Tag genau vor 32 Jahren wach - damals wurden rund 10 000 Menschen getötet. Das Seismologische Institut gab die Stärke diesmal mit 7,0 an. Das Zentrum lag bei Axochiapan, rund 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Mexikos, die eine der größten Städte der Welt ist. Innenminister Miguel Osorio Chong teilte mit: "Es gibt Berichte über Schäden an diversen Gebäuden." 

Präsident Enrique Peña Nieto berief seinen nationalen Krisenrat ein und machte sich im Helikopter ein Bild von den Schäden. Ein dpa-Reporter berichtete von stark schwankenden Gebäuden in der Hauptstadt und Gasgeruch. Tausende verängstigte Menschen seien auf die Straßen und Plätze geflüchtet. Das Telefonnetz brach zusammen. Auf TV-Bildern waren verschüttete Menschen in Trümmern zu sehen. Mexikos Bürgermeister Miguel Ángel Mancera teilte nach Angaben der Zeitung "Reforma" mit, dass mindestens 20 Gebäude eingestürzt seien.

Im Großraum der Hauptstadt leben rund 20 Millionen Menschen. Der internationale Flughafen von Mexiko-Stadt stellte seinen Flugbetrieb vorübergehend ein. Es soll untersucht werden, ob die Infrastruktur des Flughafens Schaden genommen hat, teilte der Airport mit. Die Universität von Mexiko-Stadt teilte via Twitter mit, dass alle Kurse und Veranstaltungen bis auf Weiteres ausfallen, um die Gebäude auf Schäden zu untersuchen. Auch Schulen suspendierten den Unterricht.

In Internetvideos waren Menschen zu sehen, die um ihr Leben bangen, schreien, weinen; an Gebäuden fielen riesige Gesteinsbrocken und Fassaden ab. Die Situation war zunächst völlig unübersichtlich.

Das Erdbeben ereignete sich am Jahrestag eines der schwersten Beben in der Geschichte Mexikos am 19. September 1985, damals wurde besonders Mexiko-Stadt stark getroffen. Zwei Stunden vor dem erneuten Beben hatte es noch eine große Katstrophensimulation mit Evakuierungen gegeben, um das Verhalten für den Fall eines erneuten Erdbebens zu trainieren.

Innenminister Osorio Chong rief die Bevölkerung auf, den Anweisungen des Zivilschutzes Folge zu leisten. Erst am 7. September waren bei einem Beben der Stärke 8,2 rund 100 Menschen im Land umgekommen, dabei lag das Zentrum aber im Pazifik und war in Mexiko-Stadt längst nicht so stark zu spüren. Danach gab es weit über tausend Nachbeben.

Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Der Großteil der Landmasse liegt auf der sich westwärts bewegenden nordamerikanischen Erdplatte. Unter diese schiebt sich die langsam nach Nordosten wandernde Cocosplatte. Der Boden des Pazifischen Ozeans taucht so unter die mexikanische Landmasse ab. Das führt immer wieder zu schweren Erschütterungen, die das Land bedrohen.

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