Schweres Erdbeben in Chile sorgt für Panik

Santiago - Ein Erdbeben der Stärke sieben hat nach Angaben der US-Erdbebenwarte am Freitag den Süden Chiles erschüttert.

Tausende Menschen verließen küstennahe Orte aus Angst vor einem Tsunami und brachten sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit. Das Zentrum des Bebens lag den Angaben zufolge etwa 45 Kilometer nördlich der Stadt Concepión in 18 Kilometern Tiefe. Die Erschütterungen waren bis in die Hauptstadt Santiago zu spüren.

Die Behörden gaben jedoch schon bald Tsunami-Entwarnung. Die Erdstöße seien relativ lang gewesen. Viele Menschen hätten daraufhin ihre Häuser verlassen, berichtete die Zeitung “El Mercurio“. In Concepción, etwa 500 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago, sei teilweise der Strom ausgefallen und das Telefonnetz zusammengebrochen. Das nationale Amt für Katastrophenschutz betonte, es sei nichts über Opfer oder größere Schäden bekannt geworden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

Vor rund einem Jahr hatte sich in der Region ein Beben der Stärke 8,8 ereignet. Kurz darauf wurden mehrere Küstenorte von einem Tsunami heimgesucht. Mehr als 500 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, 200.000 wurden obdachlos.

dapd/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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