Schwerer ISS-Außeneinsatz für Astronauten

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Probleme im Weltall: Beim Anschließen des neuen Moduls “Tranquility“ (Stille) sei aus einem Verschluss giftiges Ammoniak ausgelaufen.

Washington - Kein Sonntagsspaziergang im Weltall: Rund 350 Kilometer über der Erde haben zwei Astronauten an der Internationalen Raumstation ISS einen schwierigen Außeneinsatz absolviert.

Robert Behnken und Nicholas Patrick verkabelten während der 5 Stunden und 54 Minuten langen, anstrengenden Mission eine Beobachtungsplattform an der Station. Die beiden US-Amerikaner hätten alle Aufgaben erfüllt und seien wohlbehalten ins Innere der ISS zurückgekehrt, teilte am Sonntag die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.

Beim Anschließen des neuen Moduls “Tranquility“ (Stille) sei aus einem Verschluss giftiges Ammoniak ausgelaufen, hieß es. Obwohl die Astronauten keine Verschmutzung an ihren Raumanzügen feststellen konnten, mussten sie nach ihrem Wiedereinstieg länger als sonst in der Schleusenkammer bleiben. Dort wurden ihre Anzüge auf eine mögliche Kontaminierung geprüft.

Die Installation des neuen Moduls war mit einem ersten Außeneinsatz am Freitag begonnen worden. Auch ein dritter Einsatz ist notwendig. “Tranquility“ ist der letzte große Schritt zur Ausbau der Station und hat eine Aussichtskuppel mit sieben Fenstern. Sie bietet den ISS-Bewohnern mehr Platz. Zudem gibt es hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und zur Herstellung von Sauerstoff.

Der Ausbau der ISS muss bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Dann nimmt die NASA nach einem Vierteljahrhundert ihre Shuttles außer Dienst, die als weltweit einzige bemannte Weltraumvehikel gelten, die auch sehr große und sperrige Güter zur ISS transportieren können. Nach der Rückkehr der US-Raumfähre “Endeavour“ am 21. Februar sind vier weitere Shuttleflüge geplant. Im September, so der Zeitplan der NASA, werden die drei verbliebenen Raumfähren eingemottet.

dpa

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